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Arthropathia tabica

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Am Ostersonntag des Jahres 1894 trat plötzlich, ohne bekannte Veranlassung, ohne Schmerzen eine ödematöse Schwellung des linken Beines bis zur Mitte des Oberschenkels auf, so dass Patiënt die Stiefel, die er Tags zuvor getragen liatte, nicht mehr anziehen konnte und seine Hose stark gespannt war. Diese Schwellung verscliwand erst zu Beginn des Jahres 1895, dabei veranderte sich langsam auch der linke F u s s zu einem Plattfuss, jedoch konnte der Kranke, wenn auch hinkend, so doch ganz gut gehen. An einem Weihnachtsfeiertage 1894 merkte Patiënt plötzlich ein Einknicken und Schwachwerden der Beine, er wurde gehunfahig und bekam Ameisenlaufen in der Haut der unteren Extremitaten,

Ueber Veranderungen im Kiefergelenk und den Gelenken der oberen Extremitaten vermag Patiënt nichts anzugeben.

Er hatte niemals Harn- oder Stuhlbeschwerden, von Seite der Augen keine Doppelbilder; keine Klagen über Gehstörungen, überSymptome von Ataxie, insbosondere nicht über Schwanken im Dunkel. Die Gehunfahigkeit ist andauernd die gleiche geblieben, der Kranke musste sich zweier Krücken zum Gehen bedienen.

Lues und sexuelle Excesse, sowie Potus werden auf das Entschiedenste geleugnet.

Status praesens: Pationt gross, von kraftigem Knochenbau mittlerer Ernahrung, das Cranium ist leicht asymetrisch. Die Pupillen untermittelweit, beiderseits gleich, lichtstarr. Auf Accommodation geringe Reaction, auf Hautreize felilend, Augenhintergrund normal, keine Augenmuskelstörung. Sonst die Hirnnerven intact.

Obere Extremitaten ohne Atrophien, leicht herabgesetzter Tonus der Musculatur, sehr geringer, feinwelliger Tremor der Finger. Leichte Ataxie; Berührung der Nase mit dem Zeigefinger fülirt öfters zum Danebengreifen. Oberfliichliche Sensibilitat intact. In der linken oberon Extremitat werden kleine Bewegungen, wio „hinauf" oder „hinunter" oft verwechselt, tiefe Reflexe intact. Baucli- und Rückenmusk e 1 n kraftig, etwas abgemagert, von geringem Tonus, motorische Kraft im M. i 1 e o p s o a s rechts gut, links functionirt dieser Muskei ebonfalls, aber mit geringerer Kraft. U n t e r e Extremitaten. Die Strecker beiderseits kraftig, rechts kraftiger als links, die Beuger des Kniegelenks rechts gut, links schwach. Die motorische Kraft der Peronealmusculatur beiderseits insufficiënt. Patellarsehnenreflexe beidorseits fehlond, ebenso die Achillessehnenreflexe. Sohlenreflex lebhaft. Cremaster und Bauchdeckenreflexe gering.

Sensibilitat besteht für feinste tactile Reize. Anasthesie an der Haut der Sohle, welche nur auf die Dicko der Sohlon bezogen werden kann, für gröbere tactile Reize auch an der Fussohle, wie überall an den unteren Extremitaten normale Perception. Algetische Perception der unteren Extremitaten gogen dio der oberen herabgesetzt, in Nabelhöhe sich mit einer leicht hyperaigetischen Zone abgrenzend. Thermosensibilitat orhalten, thermische Reize in dor hyperalgetischen Zone wirken als starke