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I. pag. 109) stellt die verschiedenen Angaben seines Geburtsortes zusammen, als welchen Einige das Dorf Bivilium bei Assisi, Andere einen Hof Cellula im Gebiete vön Cortona oder die Landschaft Piemont, der Chronist Marianus (naeh dem Bollandisten im 15. oder 16. Jahrhundert) den streitigen Platz Ursaria nennen. Der Annalist entscheidet sicli seinerseits für den Flecken Ossaria nahe bei Cortona und werden wir uns wol beim Mangel bestimniterer Nachrichten seinen beigebrachten Gründen auscblicssen müssen.

Nacb Salintbcne4) war sein weltlicher Name Bonusbaro, (also wol Buonbarone), erst als Ordensbruder habe er sicb Elias genannt; sein Vater stammte aus dem Castell Britti im Sprengel von Bologna, seine Mutter aus Assisi; er trieb das Geschaft eines Teppichwirkers und lehrte Knaben im Gebiete von Assisi den Psalter lesen, immerhin ein Zeichen einer gewissen Bildung. Mehrfach heisst er ein Spross der edlen Familie der Coppi. Woher diese Notiz stammen mag, weiss ich nicht; weder Wadding hat sie noch Salimbene und schon Aft'o (pg. 13) zweifeit ihre Richtigkeit an. Von einem grosseren Güterbesitz seiuer Familie im Gebiete von Orfaia und um den Trasimenischen See, zu dem auch die Zelle von Cortona gehort habe, wie in der „Italienischen Biographie" erziihlt wird, geben die von niir durcligesehenen Quellen keine Kunde. Es ware auch auffallend, dass der Sohn eines so reichen und edlen Geschlechtes sicb batte von seiner Handearbeit ernahren müssen. Auf ein früheres Wolleben aus seinen spater hervortretenden Neigungen dafür schliessen zu wollen, dürfte wol eine etwas kühne Folgerung sein.

Franziskus verweilte bei Cortona nahezu vier Monate und batte da wol genügend Gelegenheit, seinen neuen Jünger nSher kennen zu lernen. Dieser muss ihm wol nicht missfallen haben, da er gerade ihn so eng an sicb zu fesseln suchte. Selbst spatere Gegner des Elias erkennen ihn als offenen, klaren Kopf und praktisches Genie an und künnen nicht uiuhin, neben allerlei Gehassigkeiten sogar manchen liebenswürdigen Zug von ihm zu erzfthlen.

Von Cortona wanderte Franziskus weiter nacb Florenz, wo sicli ihm Johannes Pareus aus Carmignano unweit I'istoja, spiiter sein erster

4) Yergl. was als angeblicher Libcr de Praelato im Anhang zu Salimbeues Chronik in: „Monumenta historica ad provincias Parmensem et Placeutiiiain pertineutia." Parmae 1857. toni. III. pg. 401 ti'. gedruekt ist. Ueber dieses Stüek der Chronik siehe Alfred Dove, die Doppelehronik von Iteggio und die Quellen Salimbeues. Leipzig. 1873 pg. 2 u. 5. —

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