Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

stelicn hal, sehnf cr sich nach der Gegenwart seines Freundcs Elias; dieser kann abor nicht am Leideuslagcr erscheinen, da cr sich in Ordensangclcgcnheiten beim Papste zu Reate bcfiudet. Soine aufopfernde Sorgfalt und Pflege für den laugsam Dahinsiechenden wird nicht in Abrcde gestcllt, sein Mitgefühl für die herben Leiden dcsselben sogar besonders betont. Die Kranklieitsgeschichte wird ira Anschluss an Celano wcitliiufig und getrcu berichtet. Insoweit ist ja Alles in schönster Ordnung; — min koinmt aber der Segen des Elias, ein Stein des Anstosscs für die jüngere Generation. Die Prophetengabe des Franziskus wurde schon so oft gerühmt, hier gibt es eine gefahrliche Klippe für sic. Wariuii liat er deni Elias einen so besonderen Segen gegeben, wenn cr dessen Abfall voraussali; warum ein solcher Vorzug für einen Unwürdigen? Eino Erklarung liisst sich aucli in solchem Falie für die fromraen Franziskusjünger nicht schwer finden: Elias machte sich spater wol des Segens unwürdig, aber dennoch war derselbe „non sine fructu, dum tandem eius [Francisci] precibus et meritis Elias post tot demerita salutem est consecutus aeternam." Jetzt folgt aber auch noch eine Scene, die wol geeignet sein konnte, auf Elias ein übles Licht zu werfen. Pisanus hat sie nicht; Wadding citirt als seine Quellen den Marianus und die sogenannto Legenda antiqua. Diese hat zwar, wie Yoigt pg. 38 ft', nachweist, auch den Thomas de Celano zum Verfasser, ist aber erst geraume Zeit nach des Franziskus Tode, wol in den vierziger Jahren — ah also Elias bereits abyesetzt war —, geschrieben und „spann die Erzahlungen, wie sie im Orden gingen, in breitcr und rednerischer Weise aus, in kühnstem Schwunge zudichtend und verherrlichend." — Gleichsam in Nachalmiung der Nachtmalsfeier vertheilt am Vorabcnde seines Todes Franziskus an 'die Brüder Stückchen Brotcs, von ilim durch das Kreuzeszeichen geweiht. Voll Ehrerbietung nehmen die Brüder dieselben hin und geniessen sie. Nur Elias allein — verschmaht die Gabe. Nein, — das ist eigentlich nicht gesagt, wurde aber gewiss vielfach so aufgefasst. Der Erzahler schreckt vor einer solchen harten Beschuldigung gegen den, dessen Verhalten in der Krankheit seines Freundes er cben erst hat lobend anerkennen mussen. doch oft'enbar zurück; er sagt nur: „Elias allein ass nicht, bis zu Thranen hetrübt iiber den bald zu erwartenden Heimgang eines solchen Vaters; cr hielt den Bissen eliriüi'chts\oll in der Iland. Bruder Leo erbat sich ihn, verwahrte ihn sorgfaltig und spater wurde dieser Talisman für viele Schwache eine (^iicllc des Ileiles". So also ging Elias des daran geknüpften Segens durch eigene Schidd verlustig; kein Wunder wol, dass er spater vom rechten

Sluiten