Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Pfingstkapitel, 1227, wo die Walil cincs neuen Generals vorgenominen werden sollte. Sein Ansehen, besonders in den auswartigen Kreisen des Ordens, war ein grosses; seine Sitten und sein Interimsregiinent erfreuteii sicli der weitesten Ancrkennung. Lucas Tudensis — aus Tuy im spanischcn Galicien — bezeicLnete z. B. nacb einer Unterredung, die er mit EJias gehabt, denselben als einen heiligen Mann, des heiligen Franziskus verebrungswürdigcn Nachfolger, dessen Ansehen nach seiner Meinung allein hinreichen würde, die ketzerisehen Albigcnser, an deren Bekehrung er selbst durch seine Schriften fleissig arbeitete, aus ihrem hartnackigeu Irrthume zur Heilswahrheit zurückzuführen. Freilich konnten, so wendet Wadding (toni. II. pg. 150) ein, in dieser Weise uur Leute urtheilen, die sich von seiner absichtlich zur Scliau getragenen Liebeiiswürdigkeit bestechen und tauschcn liessen, die sein wahres Wesen nicht recht gepriift und erkannt hatten41). Elias batte aber einnial doch die Herzen der Brüder für sich gewonnen und so war es wol, schliesst Wadding, ganz natürlicli, dass er im folgenden Jahre, also 122 7, zuni Generalminister gewalilt wurde. Ja, dies hiitte man allenfalls erwarten können; aber dem ist in der That nicht so. Nicht Elias wurde erster General, sondern — Johannes Paren».

Dieser war, von Franziskus selbst zu Florenz recipirt*2), spater rrovinzial von Spanien geworden; man rükmte ihm strenge Gerechtigkeit und gerechte Wilde nach; Gott batte ihm die Gabe der Thranon

") liemerkenswerth ist es, wio dieser Gcdanke an eine wol berechncte Yerstelluiig (les Elias schon früh Wurzel sclilug und stets weiterwueherte. Abgesehen von vielen anderen Darstcllungen der Art will ich hier nur an cinem Beispiele zeigen, bis zu welchcm Grade von Vorcingenominenhcit und Einseitigkeit diese Auffassung gedieh. Nacb dem Vorgange Ilelyots, Bd. 7., ist in der sehon citirten „1'ragmatischcu (J escbichte der vornehnisten Miinchsorden etc." über Elias tuigende Charakteristik entworfen: „Helius war klug, aber mit bösem Ilerzen klug, lisiig und betrügerisch. Seine Aussiehten gingen weit, aber sic gingen seltcn auf Pflicht, meistens aut' Riinke. Er wusste seine Aussiehten zu verbergen und seine Entwürfe bis auf die zur Ausfülirung gelegene Zeit für sich zu behalten; aber er verbarg sic aucli dann, wann Redlichkeit, Treue und Glauben und Gewiasen darunter litten. Die Kunst sich zu verstellen war ihm ganz eigen; er übte sie aber bis zur schandlichsten Heuchelei, auch bis zur lleligionshcuchelei. Alle Verstellung orlaubte er sich olme lSedenkliehkeit, wonn sie ihm nöthig schien, uiu seine Absichtcu zu erreichon und seine Neiguugen zu befriedigen. Seine Lieblingsueiguugcn, welche ihn in den nieisten Handlungen regierten, waren Ehr-

geiz und llerrschsuclit. Minoriten malen ilin noch schtocirzer, aber so wie ich den

llelius bcschrieben liabe, tindet man ihn gewiss in der ganzen Folge der Geschichte. —

4a) Seinen Eintritt in den Orden weiss Wadding tom. 1. pg. 113 ausführlieh ru erziihlen. Siche oben pg. 4.

Sluiten