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verlichen, deren reichliches Fliessen ihm den Beinamen, „Tliranenmeistei-" (lacryraarain magister) eintrug; aucli seiner Wanderungenmit nackten Fttsson dureh viele Gegenden Europas geschieht öfter bcsondere Envahnung.

Wie war man nun gerade auf dieson Mann verfallen, der doch trotz seiner Tugenden lange nicht den Ruf und das Anselien eines Elias genoss? Dariiber schweigen unsere Qucllen; man goht aber sicher nicht fehl, wenn man schon bei diesein ersten Wahlcapitel heftige Opposition und Intriguen gegen den gewiss wegen seiner Energie gefiirchteten und mn seines Ansehens willen beneideten Elias voraussetzt. Er batte, vielleicht gerade in Folge seiner Vertrauensstellung zu Franziskus, wie das doch nichts Seltenes, bereits manche Gegner und Neider, die ilirn seine Aufgabe erschwerteu und verbitterten; scheint er solches doch selbst schon in dem erwfthnten Trauerbriefe anzudeuten, wenn er sagt: „der Verlust des Yaters ware ein commune damnum, scd meum singulare periculum, quem in ipso tenebrarum medio dereliquit multis occupationibus circumdatum et oppressum flagellis innumeris." Andrerseits ware es aber auch denkbar, dass er selbst wegen seines Gesundheitszustandes, der nicht der festeste gewesen, wie dies einzelne ihm spater willig gestattete Licenzen beweisen, auf die Fortführung der allgemeinen Geschafte als verantwortlichor 01>erer nicht ungern verzichtete. Es ist zu bedauern, dass wir durch unsern Gewahrsmann Jordanus nicht mehr über diese erstc Generalswahl erfahren; — er wohnte ihr nicht bei, sondern war ja uuterdess in Deutschland; — dankbar sind wir ihm aber jeden Falies auch fiir seine kurzen Notizen darüber, die uns in den Stand setzen, mit historischer Gewissheit einer Menge von Irrthümer und Verwirrungen entgegenzutreten, welche, frilh entstanden, bis in die neueste Zeit ihre verhangnissvolle Geltung hatteii. Bei Vielen bestand und besteht namlich der Glaube, Elias sei jetzt er der General geworden, habe sicb Uebergriffe und Ausschrcitungen im Amte erlaubt, nach seiner Absolution 1230 ware ihm Johannes Pareus gefolgt; sechs Jahre spater wieder zum General gewiihlt, bekleidete er die Würde bis 1239, wo seine zweite Absetzung ausgesprochen wurde. — Dieser Auffassung der Verhaltnisse begegnen wir in fast. allen Kirchen- und Profan-Geschichten, welche diesen Punkt berüliren; selbst Winkelmann („Zur Geschichte Kaiser Friedrichs II. in den Jahren 1239 bis 1241" in den „Forschungen zur deutschen Geschichte." 12. Bd. Göttingen. 1872. pg. 540) bchillt sie liüchst sondorbarer Weiso noch bei, obwol ihm, wie aus einer Note deutlich hervorgeht, Voigts Abhandlung wol bekannt war. Wie grundfalsch aber eine solclie Annahme

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