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Gebeine besonders unter den NachbarstMten herrschte, sagt Jordanus 5r) ausdrücklich und wird von Anderen ebenfalls bestatigt.

Es felilt auch nicht an Versionen, wonach jene Uebertragung auf des Elias Betrieb schon einige lage vor dem Eintreffen der Brüder licimlicb in aller Eile sollte stattgefunden haben52). Ware aber dem so, wie hatten deun da jene Legendare als Augenzeugen von den damit ve'rknüpften Festlichkeiten und von so zahlreicher Theilnahrae so

unbefangen reden können?

Unsicher und gewagt ist aber entschieden auch die Annahme, als sei Elias der eigenmachtige Vollstrecker der Beseitigung der Leiche gewesen. Er war ja noch nicht, wie freilich falschlich bisher angenommen wurde, zu dieser Zeit General, batte also auch nicht eiue unumschrankte Machtvollkommenheit hierzu. Sollte ihm etwa, was jedoch in den ursprtinglichen Quellen durchaus nicht zu fiudon ist, die Vorbereitung und Yeranstaltung des Eestes übertragen gewesen sein, so ware ein solch gewaltsames Verfahren mit der verehrten Leiche ohne Vor- und Mitwissen der andem Ordensbeamten sicher hier oder bei spaterer Gelegenlieit, wo die Unzufriedenheit gegen ihn zum offenen Ausbruch kam, zur Verantwortung und Rechenscliaft gezogen worden. Aber davon ist lange

r.i) cap. 50. „Et licet felix pater, beatus Franciscus disideravit in ecclesia sepeliri, populus tarnen terre et cives de Assisio timentes, 11e propter signa que per ipsuni et in vita et post mortem deus dignatus est operari, a Perusims violcnter tolleretur, ipsura prope muros Assisii in ecclesia Sancti Georgu transtulerunt et honorifice condiderunt." Merkwürdig ist es, dass Jordanus gar nichts von der Translation von 1230 erzahlt, da er doch nicht gar zu lange nach derselben in Italicn war und nahere Erkundigungen darüber hatte einziehcn können. Welcher Cultus übrigens mit den einfachsten Franziskusreliquien getrieben wurde, geht aus cap. 59 zur Uenüge hervor.

Die viel spa tere „Chronik der XV und XXIV Generale" - der Bollandist sctzt sie ungefahr in das Jahr 1374— sagt über diese Vorfalle: „Ut al.qm ferunt, (so z. B. Thomas von Eccleston pg. 44 und des Speculum vitae fol. lb») antequam fratres convenisscnt, aliquibus diebus frater Helyas, qui opus dictae hasilicae sequebatur, per potentiam secularium, non obstante quod frater Johannes ordini praesideret, ductus humano timore occulte fecit Jieri translationem, nolens quod sciret aliquis in ecclesia sacrum corpus paucis exceptis, de quo posten inter fratres magna fuit tarbatio mbsecxlci, qui ad hoe venerant principaliter, ut viderent sacrum corpus. Sed frater Helyas satisfecit multis rationibus allcgatis Dcmgcmass ware also die Uebertragung hcimlich vor sich gegangen, der Tumult erst einige Tage nach derselben ausgehrochen. Was hatte denn dann aber die „potentia secularium" bei eiuer „translatio occulte facta" für eine Bedeutung und einen Zweck ? —

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