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niedrigston Kreisen die Minderbrüder in Misscrodit. Landleute und Kinder sangen ilinen jetzt auf Weg und Steg den Spottvers nach:

„Hor attorna fratt Ilelya,

Ke pres' lia la niala via."

Darüber grosser Unwille und Betrübniss; der Papst that wegen seines Treibens den bösen Bruder in den Banu.

11) Elias beschaftigte sich auch mit der verfelimten Geheirawissenscliaft der Alchymie. Brüder, vertraut mit diesen Kunsten, zog er au sich und arbeitete mit ilinen in den Kammern und Schlupfwiukeln des papstlichen Schlosses zu Assisi. „Sil)i imputetur: viderit ipse."fift)

12) Nach seiner Entsetzung, als er mit dem Kaiser umherzog (ibat vagabundus), trat er eines Tages in eine Versammlung der Brüder, betheuorte seine Unschuld, beschwerte sich iiber das ungerechte Verfahren gegen ihn, prahlte und rühmte sich und tadelte heftig den Orden. Da erfuhr er eine scharfe Zurückweisung durch Bruder Bonaventura de Furlivio und niedergesehlagen und beschamt inusste er von dannen gehen.06)

13) Ungeachtet der wiederholten Bitten und Vorstellungen seines Freundes Gerardus von Modena"7) mag Elias von Reue und Rilckkehr in den Orden niclits wissen; er fürchtet harte Behandlung und strenge Strafe und will die Freundschaft mit dem Kaiser nicht aufgeben. — Die spater doch erfolgte Aussöhnung des Elias mit dem Papste und seiner Genossenschaft findet hier keine Erwahmuig. —

So Salimbene. Einzelne Punkte seiner Anklagen haben uns bereits über die für dieses Kapitel vorgezeichnete Periode hinausgeführt; um aber seine Darstellung nicht zu zerstücken, gaben wir dieselbe hier schon vollstandig. In welchem Geiste sie geschrieben, springt deutlich geuug in die Augen. Der blinde Eifer des Verfassers versclnnaht jede geordnete Disposition und seliützt ihn nicht vor mehrfachen, ganz übertlüssigen Wiederholungen. Dass unter Anderem das Ilerbeiströmen von

65) Jede Desehaftigung mit irgend eincr der exacten Profanwissenschaften, welche über das Fassungsvermügen der durch Beten und Faslen stunipf gewordenen Brüder hinausging, wurde wol gleich als Geheimnisskrumerei und schwarze Kunst verschrieen. Spaterhin scheinen sich die Ansichten darüber im Orden doch ein wenig geandert zu haben,

00) Hier hat Salimbene wol das Genuesische Kapitel von 1244 im Sinne, iiher welches Niiheres im vierten Absclinitt.

°7) Ueber diesen sagt Salimbene ehron. pg. 37: „Erat enim frater Girardus imperialis multum, et nihilo minus in paee et in aequitate ambulavit coram Deo et muitos avertit ab iniquitate."

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