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tion. Einc mit Elias stattgehabte Unterredung scheint die gewünschte Verstiindigung nicht herbeigeführt zu liaben, denn dicser wendet sicli an den Papst und erlialt von ihm die Vollmacht, mit allem Nachdruck gegen die Renitenten verfahren zu dürfen, urn sio zur Ordnuug und Unterwürfigkeit zu bringen. Freilich wissen die Chronisten die Sache wieder so zu fassen, als habe Elias in seiner bekannten Truglist den eifrigen Franziskusjüngern scheinbar ein geneigtes Ohr geliehen, sie mit falschem Wolwollen entlassen und ilire lüblichen Absichten dann bei dem durch seine Scheinheiligkeit wiedergewonnenen Papste in geliassigster Weise verketzert. Pass jeue in allem Thun und Lassen dieses Mannes seit jeher nur Hcucbelei und Falschheit erblicken, ist uns ja nichts Ueberraschendes mehr. Ist aber wol anzunehmen, dass Gregor ohne weitere Prüfung des Conflictcs, blos auf die einseitige Aussage des ihm gewiss vielfach schon verdachtigten Elias hin diesem in der Bekampfung seiner Gegner so freie Iland gelassen hatte'? Dass er letzteres that, beweist, wie wenig sympathisch ihm selbst jener Uebereifer und all das Gezank gewesen sein muss und dass er des Elias Richtung nicht so ganz entgegenstand.

Von Perusia nach Assisi zurückgekebrt, gelit Elias gegen 1237 an die Ausrottung der „Caesariner", so benannt nach ihrem Haupte; sie worden, je nach dein Grade ihrer Schuld, in die Verbannung geschickt, mit hartem Tadel angelassen, zwölf von ihnen nach erlittener Bestrafung in die verschiedenen Provinzen zerstreut; einige müssen sich in Klöstern strengen Bussübungen uuterziehen, andere wandern in den Kerker. An Simon von Collazon79) wagt der General aus Furcht vor dessen machtiger Familie nicht Hand anzulegen; Bernard von Quintavalle flieht vor dem Angesichte seines Feindes und in Berufung auf das ihm \ on Franziskus besonders verliehene Freizügigkeitsrecht80) (?) baut er sich eine Laubhütte auf dem Berge Sephrim, wo er im Dienste eines Zimmermannes seinen Unterhalt erwirbt. Erst nach ungefahr zwei Jahren, als der gefürchtete Obere beseitigt war, kehrte er zu den Brüdern wieder zurück. — Das traurigste Schicksal erfuhr — 'ita scribunt vetera quaeque nostra monumenta' — Bruder Caesarius. Er wurde zwei volle Jahre im Kerker gehalten; seine Haft war jedocli eine ziemlich ertragliche. Eines kalten, heiteren Wintertages blieb, wahrscheinlich aus Nachlassigkeit, die Gefangnissthür ofïen und um sich ein wenig in der Sonne zu

'») Ueber ihn lies die Note 46 bei Voigt pg. 106. 8Ü) Siehe oben die Note 33.

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