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gescheukte Neigung zuletzt in einen Hass umschlug, der nicht allein den machtigen General zu Falie, sondem auch in persönliche Falirliclikeiten brachte. So erkliirt sich des I'apstes \crfahren gegen Flias weit natürlicher und besser, als lediglich ans den Gründen, welche Wadding angegeben. Wie batte auch Gregor den Mann blos darum so hart straten mui mit seineni Grollc vvcitcr verfolgeii können, weil deiselbe et was getlian, wozu er ilini ja vorher selbst cinc "ampla potestas eitbeilt batte Vs') — Dass abcr unserc eben ausgesiirochciie Ansicht tiber diese Punktc nicht etwa nur eine vage Hypothese, dafür hier der Beweis.

Iluillard-Bréholles 8!S) theilt (ad annum 1239 circa Juliura ineuntem) einen Brief des Kaisers mit, worin dieser sich übcr die ungerechto Absetzung des Elias, seines Freundes, beschwert und dein Papste vorwirft, dass er denselben, wie cr in harmlosem \ertraueu auf seinc Geleitsbriefe zu Friedensunterhandlungen gen Hom ging, wol wegen der Mitwissersehaft seiner Geheininisso und Thaten liabe heimtttekisch aufheben wollen. Nur durch eine zufalligc Yorsicht entkani der Getöusclite dor ihm zugedachten Gefahr. Bas Schreiben ist auch ein beredtes Zeugniss von Friedriclis antmerksamer tiirsorge fttr Flias und enthalt die Ancrkennung, dass dieser stets beinüht gewesen, den I rieden des Reichcs nach Kraften zn fürdern. Letzteres wird auch von den gegnerischen Schriftstellern durchaus nicht in Abrede gestellt.

Wahrscheinlich nur eine die Pointe jenes beabsichtigten Attentates auf Elias verhüllende oder verrückendc Version ist es, welche zu dem von dem Schauplatzo weit entfcmteu lliomas von Fccleston gediungen war und von ilini pg. 17 berichtot wird. „Flias bcgab sich nach seiner Absetzung nach Cortoua und vcrkehrte gegen das Verbot des neuen Generals mit den 'Armen Frauen'. Dadurch verhel er einem papstlichen Spruche und wurde dcshalb vor Albert zur Erlangung dei Absolution beschieden oder sollte wenigstens diesem auf der lliilfte des IVeges entgegenkommen. Flias abcr weigertc sich dessen; der Papst verlangte, dass er dom General ebenso gehorche wie jeder andere Bruder. Weil

«) Wie ï. 15. auch dor Papst sclbsl ilio Bettelmöncho dazu benutzte und a,.hielt ihm Gelder für seinen Kampt' gegen den Kaiser in grossen Massen zusammenzuhringen, und Sie dafür zu den bevorzugtesten Stellen gelangen hess, erzalilt Matthaeus Taris pg. 405 und au anderen Orten. Wadding schildert den Matthaeus freilich als partciischcn Schriftsteller und sucht dessen Olaubwürdigkeit zu verdachtigen.

Historia diplomatiea Friderici secundi. 1'aris 1852—'>1. (om. V. pars l.

pg. :14«.

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