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Geschichte und Kritik im Dienste der "Minus-probabilis"

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reflexe Prinzipien haben als die M i n u 8 - probabilisten , ist wie bemerkt wurde, selbstverstandlich; das Wesen eines Moralsystems hangt ja von den reflexen Prinzipien ab.

Da aber die Kraft eines reflexen Prinzips nicht in den Worten liegt, aus denen es besteht, sondern in dein Sinne worm es aufgefasst wird, so musz man gut zusehen, ob nicht die namlichen Worte (z.B.lex dubia non obligat) von den Yerteidigern verschiedener Moralsysteme in verschiedenem Sinne aufgefasst werden.

Dieses vorausgesetzt leugnen wir mit aller Entschiedenheit die schon langst als unkritisch und irrtüinlicli nachgewiesene Behauptung Cathreins, der h. Alfons habe „wahrend seines ganzen Lebens immer sein System auf dem Prinzip des Probabilismus : Lex dubia non obligat, aufgebaut" (A. a. O S. 56( i). *

Cathrein bat sich besonders in seiner zweiten Abhandlung: „Das Grundprinzip des Probabilismus" (8. 745 —765) bemüht zu zeigen, der h. Alfons habe dieses Axiom : „Lex dubia oder incerta non obligat", und zwar im probabilistischen Sinne, sein ganzes Leben als Grundlage seines Moralsystems betrachtet; er sei folglich sein ganzes Leben Probabilist, wie Cathrein, gebheben, die entgegengesetzten Ausdrücke des h. Kirchenlehrers mussen und können in probabilistischem Sinne erklart und gedeutet werden.

Lm diesem, auch von unparteiischer Seite beteits als hoffnungslos bezeichneten Versuehe(l) einige Kraft zu verleihen, hat er sich auch mit dem probabilioristischen gegen den Minusprobabilismus gerichteten Argumente befasst. L, der Form, worin der h. Alfons dieses Argument anfuhrt, sucht Cathrein es probabilistisch zu erklaren, in der Form, worin die neueren Aequiprobabilisten es vertragen, sucht er es zu widerlegeu.

(1) Vg], unten die Zeugnisse von liischof W. Schneider, Dr. Pruner IJr. A. Koch, Ur. Bellesheim. '