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Der andere Vortheil, welcher sich der Augeuheilkunde darhietet, besteht dar in, dass wir das kranke Organ mit unsern Heilmitteln unmittelbar erreiclien kannen. In gleichem Grade wie das Auge er— freut sich hein anderes Organ von solcher TViclitigkeit dieses Vorzuyes bei seinen Krankheiten. Zu den meisten innern Organen gelangen wir nur auf Um— wegen , namentlicli erst durch f^ermittelung des Spei— sekanals und des Blutsysterns. TVir mussen hier auf Speisekanal und Btutsystem Einjlüsse anbringen} die ihnen von Natur fremd und zuwieder sind, und wir tnachen sie krank um dadurch das Leiden eines andern Körpertheils zu heben. TVir heilen also die Krankheit eines Organs auf Kosten ander er, vielleiclit des ganzen Organismus. Bei dem Auge verhdlt es sich anders. Sehr viele Mittel stellen uns zu Gebote , welche wir den Krankheiten desselben unmittelbar entgegensetzen können, und ohne erst ein anderes Organ zur Vermittelung in Anspruch zu nehmen. Diese örtlichen Augenmittel geivahren den Vorlheil: einmal dass wir ihre Einwirkung genauer berechnen und abmessen können, indem dieselbe nicht erst mittelbar von der Thdtigkeit anderer Organen abhangig ist und dadurch nicht getrübt werden kann: Zwei— tens, das nicht andere Organe oder Systeme dadurch erkranken, und an die Stelle des Augenübels ein an deres vielleicht bedeutenderes Leiden des Körpers tritt. Es gibt wenige Augenkrankheiten, wo wir die Hei— lung nicht durch örtliche Mittel unterstiitzen , und vervollstandigen können: einen bedeutenden Theil der Augen-krankheiten bekdmpfen wir ausschliesslich mit örtlichen Mitteln , und es lasst sich haffen,, das die

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