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Over de gevoeligheid van het hoornvlies

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wechselnder Starke, die ablesbar ist, gegen die Schlafen drückt, genau bis zu dem Punkte, wo die Yersuchsperson sagt, daB ihr der Druck „unangenehm ist. Auch diese Autorin gelangt zu dem allgemeinen Resultat, daB die linke Schlafe bei Kindern empfindlicher gegen Schmerz ist als die rechte. Unter verschiedenen Umstanden, die hier nichts zur Sache tun und daher übergangen werden, findet sie fiir rechts 2570, links 2408 g; bei einer anderen Gruppe rechts 2570, links 2548 g. Ungefahr dasselbe Resultat wird bei Madchen allein festgestellt. Es finden sich jedoch merkwürdige Ausnahmen, von denen ich nur eine nennen will: Madchen und Knaben, die besonders schwach in Mathe( matik sind, sollen an der rechten Schlafe empfindlicher sein als an deilinken, ein Verhaltnis, das also das umgekehrte des gewöhnlichen ist. Das von Ada Carman benutzte Instrument habe ich darum kurz beschrieben, weil es mir nicht sicher schednt, daB man damit allein den Schmerzsinn untersucht, ein Punkt, auf den ich gleich noch zurückkommen werde. Swift1) bestatigt im allgemeinen die Resultate der vorgenannten Autorin und findet auch, da(5 die linke Schlafengegend empfindlicher gegen Schmerz ist als die rechte. Um den EinfluB der Ermüdung zu ermitteln, wird der Schwellenwert am Ende eines Schuljahres und darauf in der ersten Woche nach einem Ferienzeitraum bestimmt. Am Ende des Schuljahres findet genannter Autor bei seinen Kindern durchschnittlich für die rechte Schlafe 839, für die linke 800 g. Gleich nach den Ferien sind diese Zahlen bzw. 1239 und 1192. Unbeschadet des deutlichen Einflusses der Ermüdung, welche ein Sinken des Schwellenwertes herbeiführt, bleibt also der linke Schwellenwert immer niedriger als der rechte. Für gute und schlechte Schüler gesondert, behalt dieser Satz auch seine Gültigkeit. Die Zahlen für all diese verschiedenen Umstande brauche ich nicht mitzuteilen; w°hl aber muB ich darauf hinweisen, daB aus den schon erwahnten Ziffern, die sowohl von Ada Carman als von Swift gegeben werden, erhellt, daB das Verhaltnis der Druckhöhen der beiden Seiten stets wechselt und sogar recht stark. Dies ist von Wichtigkeit, weil van Riervüet-) glaubt, da li er sehr merkwürdige Verhaltnisse in den symmetrischen Körperhalften feststellen kann. Seine Refunde laufen darauf hinaus, daB er bei Rechtshandern die Kraft (dynamometrisch gemessen), die Empfindlichkeit gegen Rerührung (mit dem Asthesiometer bestimmt), ferner die Gehörscharfe und Sehscharfe an der rechten Seite

!) Swift, Sensibility to pain. Amer. Journal of Psychol., 1899—1900, Bd. 11, S. 312.

8) van Biervliet, 1'Homme gauche et 1'homme droit. Revue philosophique, 1899, Bd. 47, S. 113, 276, 371.

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