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Over de gevoeligheid van het hoornvlies

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Arbeit zufallen. Ich gebe auch diese Meinung ohne Kommentar wieder und will allein darauf hinweisen, da ft vom Autor der intellektuelle Anteil bei körperlicher Arbeit vielleicht etwas unterschatzt wird. Griesbach1) kommt spater noch einraal auf dieses Problem zurück und spricht dort im allgemeinen auch ausführlich über das Asthesiometer, von dem er glaubt, dalS noch kein brauchbares konstruiert ist, welcher Ansicht man durchaus beipflichten kann. Ferner betont er in dieser Mitteilung deutlich, dafi ein scharfer Unterschied zwischen Tast- und Schmerzempfindlichkeit besteht, so daft man wohl sicher davon sein darf, daft dieser Autor ausschlieftlich die erstere und diese dann sehr eingehend untersucht hat.

Zu wieder anderen Resultaten kommt Stier2). Er meint, da li Schmerz- und Tastgefühl im allgemeinen ungefahr parallel gehn und untersucht daher nahezu ausschliefilich die Schmerzempfindlichkeit. Bei den meisten Menschen soll kein grofier Unterschied in der Schmerzempfindlichkeit der beiden Körperhalften bestehen und laut diesem Autor also auch nicht in der Tastempfindlichkeit. Doch ist ein Unterschied zwischen Rechts- und Linkshandern festzustellen. Bei den ersteren nimmt man an der rechten Seite in 2Qo/o der Falie einen besser entwickelten Schmerzsinn wahr; bei den letzteren kommt der besser entwickelte Schmerzsinn in 30, °/o der Falie an der linken Seite vor. Die Linkshander sind also in einem höheren Prozentsatz der Falie als die Rechtshander asymmetrisch entwickelt. Starkere Unterschiede zwischen beiden Körperhalften findet Stier jedoch schon krankhaft, und er glaubt, dafi fliefiende Übergange zwischen diesen krankhaften Zustanden und geringeren rechts- und linksseitigen Asymmetrien bestehen. Im allgemeinen kommt er zu dem Schlusse, dafö halbseitiger Unterschied in Schmerzempfindlichkeit eine Andeutung dafür ist, dafi der funktionelle Unterschied beider Körperhalften die Grenze des Physiologischen überschritten hat.

Was in dieser Literaturübersicht, die freilich nicht auf Vollstandigkeit Anspruch erheben darf, zunachst überrascht, ist der Umstand, dafi fast ebensoviele Meinungen als Autoren bestehen. Verfolgt man diese Meinungen noch einmal kurz, dann darf meines Erachtens das Folgende festgestellt werden: Instrumentarium und Methode der drei ersten Autoren bieten nicht die geringste Gewahr dafür, dafi von ihnen allein der Schmerzsinn untersucht ist; im Gegenteil scheinen Schmerz und Gefühl hier zusammen einer Untersuchung, die nicht

*) Derselbe, Über Linlshandigkeit. Deutsche med. Wochenschr., 1919, 45. Jg., S. 1408.

*) Stier, a. a. O., S. 278 u. f.