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Over de gevoeligheid van het hoornvlies

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leichter als oft heterogene Gröfóen gegeneinander abzuwagen. Daher scheint es mir, daB die oben beschriebene Methode einen ziemlich richtigen Eindruck über die Empfindlichkeit der rechten und der linken Hornhaut zu geben vermag und dafi dieser Eindruck richtiger ist als derjenige, der bisher durch die Bestimmungen auf der Haut erhalten wurde.

Das Resultat der Untersuchungen Griesbachs, das also darauf hinauslauft, da ft die mit dem Asthesiometer bestimmte Empfindlichkeit nach körperlichen Yerrichtungen links kleiner ist als rechts, steht vielleicht auch im Einklange mit einigen anatomisch-physiologischen Befunden betreffs der Hirnrinde, die in den letzten Jahren gemacht sind. Cushing1) vermag namlich bei der Operation zweier epileptischer Patienten mit sensorischer Aura — welche Patienten wahrend der Operation bei vollem Bewufitsein sind — festzustellen, da ft elektrische Beizung einer bestimmten Stelle im linken Gyrus postcentralis ein Gefühl erregt, das demjenigen einer Berührung in der rechten Hand ahnelt. Beizung anderer Windungen verursacht keine einzige Empfindung, Schmerz wird überhaupt nicht gefühlt, auch nicht von der Stelle aus, die durch Beizung das Berührungsgefühl in der Hand verursacht. Derartige epileptische Patienten hat van Valkenburg2) ebenfalls gesehen und operieren lassen. Auch da kann wahrend der Operation durch Faradisierung eine Stelle in der hinteren Zentralwindung gefunden werden, die bei Beizung die charakteristische Parasthesie gibt, welche die Anfalle einleitet. Schmerz kann auch bei keinem dieser Patienten durch irgend welche Beizung hervorgerufen werden3). Beide Autoren nehmen also eine Lokalisation der Tastempfindlichkeit in der hinteren Zentralwindung der Binde an, und auch die Kriegserfahrungen scheinen in diese Bichtung zu deuten. Man findet wenigstens bei Kleist4) die Bemerkung, dafi unter anderem die Tastempfindlichkeit in den hinteren Teilen der hinteren Zentralwindung lokalisiert ist und sich • vielleicht noch etwas darüber hinaus ausbreitet. Mit diesen Auf-

1) Cushing, A note upon the faradic stimulation of the postcontral gyrus in concious patients. Bram 1909, Bd. 32, S. 44.

2) van Valkenburg, Zur fokalen Lokalisation der Sensibilitat in der GroBhirnrinde des Menschen. Zeitschr. f. d. ges. Neurol. u. Psychol., 1914, Bd. 24, S. 294.

3) Die Beobachtungen von Cushing und v. Valkenburg sprechen wohl sehr gegen die Goldscheidersche Auffassung (Schmerzproblem, S. 84), daB schmerzempfindende Zeilen verstreut unter den Zeilen der taktilen Empfindung liegend zu denken sind.

4) Kleist, Die Hirnverletzungen in ihrer Bedeutung für die Lokalisation der Hirnfunktionen. Neurolog. Zentralbl., 1918, Bd. 37, S. 414.