is toegevoegd aan uw favorieten.

Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Absterben beschleunigte: die Abschleifung der niederlandischen Sprachfbrmen. Alte Reime verschwinden, volle Formen werden verkürzt und zerstören das Versmass. Was unter diesen Umstanden übrig blieb, zeigt ein eigenartiges Nebeneinander von grammatisch Altem und Neuem, und allerlei Abstumngen bilden den Übergang vom. mitgebrachten Überlieferten zum heutigen Stand. Entetellung ist öfters eingetreten oder eine Wandelung, die den Verhaltnissen des Landes entsprach, wenn ein altes Wort nicht mehr verstanden wurde. Beispiele dieser Erscheinungen sind in den angeführten Reimen haufig anzutreffen. Ein beachtenswerter Vorrat muss dennoch in persönfichen Sammlungen geschriebener Lieder stecken, denn das Zusammenstellen solcher „liedjiesboeke" war früher eine allgemeine Liebhaberei, eine Sitte, die immer mehr abkommt oder Sammlungen englischen oder gemischten Inhalts gewichen ist. Leider fehlen fast durchweg die Melodien zu den Liedern, so dass die Forschung ungemein viel Fleiss und Mühe erfordert und man nur seiten festzustellen vermag, inwiefern die sgn. „liedjies" wirkhch auch gesungen werden oder wurden. Aus solchen Sammlungen, die vor fünfzig Jahren weit mehr bei geselligen Zusammenkünften benutzt wurden als heute, hat „Ons Klyntjie" (1897) mehrere altholl. Balladen veröffentlicht, aber afr. modernisiert und ohne Melodie, so z.B. „Skoon Isabel" und „Di Nonnetji en diRiddertji" (das allg. germ.: „Ik ging op hoge bergen staan") ')• Noch andere Balladen und Minnelieder bringt O. K. Alt überliefert sollen auch sein das Minnelied „Hoe vermaak'lik zijn de dagen" (Holl.-Afr. Liederbundel, S. 120), und einige, die Van Bheemen anführt (28, 56). Weit verbreitet in Deutschland und den Niederlanden ist das Lied: „Lott ist tot", das auch als Katzen(Hexen-) oder Froschtanzhed in vielen Varianten vorkommt: Laat ons dansen poot aan poot...; Poot aan poot, Louw is dood ..., u. s. w. *). Nach Ebk und Böhme soll „Lott ist tot" ein deutsches Tanzliedchen sein, das kaum hundert Jahre alt ist. In S. A. ist es in mehreren Fassungen bekannt, am Ursprünglichsten scheint zu sein: Salot [Charlotte] is do(o)d:

Salot is dot.

Ga - lant is ó^ood } ^a ~ ^ot 's do*' ^a " 's do* van sk'm " mel brot, Sa - lot is dot, Sa -

lot is dot, Sa - lot is dot van skim-mel brot.

Als der unbeliebte Gouverneur van Noodt 1729 starb scherzte das Volk: Van Noodt is dood, nu is er geen nood meer. Spater muss sich der Scherz unserem Tanzlied angelehnt haben; man hört noch heute: Poot om poot, Van Noodt is dood, Waarnatoe? Sij swerrenoot.

Als altüberliefert kennzeichnet sich der folgende Rundgesang wegen des Wörtchens „men", das sonst im Afr. als pron. ind. unbekannt ist. Die Einschnitte, wo die vier Par-

1) Merkwürdigerweise — wenn nicht Plagiat vorliegt — mit dem in Deutschland üblichen Schluss,

den Kalff (Het Lied in de Middeleeuwen, S. 156, 162, 750) in der ndl. Fassung der „Drie Ruitertjes" ver- « misste, der aber zu Van Duyse, Het Oude Ned. Lied I 137, stimmt.

2) Erk und Böhme, Deutscher Liederhort, Nr. 1032; Pol de Mont, Vlaamsche Vertelsels 304; Ter Gouw 105; Van VI. 37—38: die zweite Melodie auf S. 38 (=Erk u. Bö.) kommt der afrikanischen am nachsten.