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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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gedenken: im Speisesaal linden sich: zwei hohe, kupferne „kwispedore" (Spucknapfe) in Form einer Distelblume; eine alte stehende hollandische Uhr (,,[h]orlosie"), sechs Fuss und mehr hoch, die Monat, Tag, Mond und Sternenhimmel anzeigt; das hölzerne „stofie", worin sich ein „tessie" mit Kohlen befindet an dem an kalten Abenden die Mutter die Füsse warmt — solche Fusswarmer sind noch in den Kirchen Hollands gebrauchlich, — und (noch seiten) eine kupfernes Waschbecken („fonteintjie") an der Mauer. Im Schlafzimmer, wenn auch sehr seiten, steht zuweilen ein „laarseknech" (sonst ist nur „stewel" bekannt für „schuh", neben „skoen").

Eine typische Küche des Südwestens sieht etwa folgendermassen aus:

1. Pottebank, porrebank (Topfgestell) worauf Küchengerate, wie Töpfe, Mörser mit Keule, Durchsehlag (vergiettes[t] o. skuinspaan — schuimspaan, von Zinn oder Kupfer), und namentlich — noch im ganzen Lande — zwei Eimer aus Theka- oder Gatiholz (kajatehout) mit kupfernen Reifen und Henkei.

2. Tisch. 3. Bakkis[t].

4. „Plaat": starke, eingemauerte Eisenplatte, worauf gebraten wird, von unten geheizt; fehlt in einfacherer Küche und im Onderveld, jetzt oft ersetzt durch eine moderne „stoof" (Kachel).

5. Vuure(r)t: gehobener Herd worauf Eisenstangen, um der Abnützung vorzubeugen. Gekocht wird: a) in gewöhnlichen Töpfen, die auf einem grossen eisernen Stander mit Hippen Platz finden, b) in einem Hanorptsmf Hp.v an Haltp.n und Kette hefestist ist. c) in dreifüssiaren

Töpfen, d) auf kleinem Dreifuss für einen Topf, e) auf modernem 8 O

Ofen.

6. Ofen; er steht eigentlich aussen, unter einem besondern niedrigen

Dach, doch wird er von innen angefeuert. Ausser zum Backen wird er benutzt zum Trocknen feuchten Holzes. Bisweilen steht er auch ganz getrennt, abseits vom Hause.

7. Eirundes Wasserfass mit kupfernen Reifen auf einem Stander (seiten noch).

8. Aussen an der Tür: vleesblok.

Das weiter im Innern des Landes viel altertünüiches erhalten ware, sollte man von vornherein nicht erwarten. Die Strapazen der Wanderung, noch mehr die Verwüstungen des Krieges konnten zerbrechliche Tischgeschirre und feine Sachen nicht überdauern. Anderseits war man von Erzeugnissen der europaischen Kunstfertigkeit abgeschnitten. Daher war man in der Ode ganz auf sich selbst angewiesen: der Bur war zugleich Baumeister, Zimmermann, Wagenbauer, Grobschmied, Sattler, Schneider, Schuster und Arzt. Noch heute wird in Oranje und sonst das Haus unter Aufsicht des Bauherrn, der alles Material liefert, von wandernden Arbeitsleuten (Briten) gebaut. In abgelegneren Gegenden baut der Bur noch selbst sein rohes Haus. Beim Bau fehlen besondere Brauche. Lm Schlafzimmer steht ein rohes, spater zierlicheres Bettgestell („kater") aus einheimischem Holz (jetzt meist aus Eisen), das mit geflochtenen Riemen überspannt ist; als Kleidertruhe und als Sofa („rusbank, ottoman, sofa") diente oft die Wagenkiste; Kinder und Gaste mussten (und müssen noch oft in den kleinern Wohnungen) sich mit einem „Kermisbed" am Boden im Voorhuis begnügen, ein Lager, das aus Ochsenhauten oder Rohrmatten besteht und auf dem man sich mit Tierhauten (velkombers, karos) zudeckt. Zuweilen raumen auch die Eltern einem geëhrten Gast das Schlafzimmer.

Der folgende ist der Plan eines typischen „Voorhuis" im Onderveld: ')

1) Diesen Grundriss, wie den des Dorfes und Hauses im Onderveld, verdanke ich P. Kestell (Oranje).