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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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Weinbau') mit seiner reichen Entwicklung zeigt viel Ursprüngliches, nur hier und da liegt französischer Einfluss in der Fachsprache vor. Vornehnüich auf dem Gebiete der beliebten Viehzucht haben Sprache und Sitte eigentümliche Benennungen aufzuweisen: zur Schafzucht vgl. Ma. unter „dowwelsteen" und „skuinsoor", und die Ausdrücke:' skapies deurmekaar jaag (heiraten), und: die nooi moet stompoor gesnij word (von einer heiratsfahigen Frau gesagt). Bei der Taufe, wenn nicht schon bei der Geburt, wird dem Kind von Eltern, Verwandten und Paten namentlich Vieh bescheert, das ein besonderes Abzeichen bekommt und weiter gezüchtet wird, so dass sehliesslich die junge Braut schon einen hübschen Brautschatz an Vieh mitbringt. Zu jedem Geburtstag wird der Bestand noch mit neuen Geschenken vermehrt. Solches Vieh blieb früher nach Gewohnheitsbrauch von der Steuer befreit2). Es war das Bestreben jedes jungen Mannes, seine Braut in einen Wagen heimzuführen, der von einem Gespann von vierzehn gleichfarbigen Ochsen gezogen wurde, dessen Besitz seinen Ehrgeiz ausmachte').

Die grösste Rolle im Volksmund und Volksleben spielt der tagliche Ochsen- und Wagenbetrieb. Zuerst was das Gespann anbelangt. Die Ochsen werden paarweise mittelst Jochen, die um den Hals an ihrem Orte durch Jochscheite gehalten werden (jukskei), an Deichsel und Zugtau festgekoppelt. Jedes Tier hat seinen Namen, auf den es genau hört,'und seine bestïmmte Stelle. Auch jede Stelle im Gespann hat ihre technische Benennung. Links heisst „hot", rechts „haar"; die verschiedenen Stellen werden vom Wagen ausgehend wie folgt angedeutet:

i hot achter (os) hot naas[t] achter hot op ses hot op ach[t]

i haar achter haar naas achter haar op ses haar op ach

, j hot naas voor hot voor

und so weiter bis \ ,

1 haar naas voor haar voor

In der Namengebung der Ochsen herrschen gewisse Typen vor. Am haufigsten gehen

die Namen aus auf -man (Wildeman, Human, Vrijman, Fransman, Hartman-, Stuurman,

Koopman ...), -land (Seeland, Skotland, Verland, Engeland, Kaflerland ...), oder auf -berg

(Donkerberg, Koeberg, Warmberg ...); ferner: Malgas, Janbruin, Frisveld ... Selbst reimen

oder alüterieren können die Namen eines Gespanns:

1) Ja[g]er en Kriër 2) Ini Adoni

Smelt en Tier Trip Kattrap

Juiias en Lap Ewerem Karewerem

Geelbek en Stap Sietóm Saatöm

Skilder en Koos Tijlöm Tip.

Rechter en Matroos Engeland en Boontjie Spie[g]el en Kropntjie.

Ferner verdankt eine Fülle bildhcher Ausdrücke ihr Entstehen dieser Beschaftigung: remskoen (reaktionair), hij sal sij riem (ndl. maat) volloop, laat vat = laat trek, iemand in die riem laat trap = iemand se riem afsnij (ihm betrügen), goed met mekaar saamtrek, gegenüber: dwarstrek (quertreiben), in die spoor trap, gegenüber: o'er die touw trap (fehl-

1) Eingehende Beschreibung des Betriebs: K. 123 fgg., Me. II, Hst X

2) T. III 267.

3) T. IV 66; vgl. aus einem Tanzlied: Nichie, nichie, seg toch ja, — Rooi span osse met 'n bontbokwa.