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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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die Hausfrau ihre eigene Seife (boereseep), wozu früher hauptsachlich die Asche des einheimischen „gannabos" (salsola) diente ')• Kerzen aus Tierfett werden noch vielfach hergestellt als „vormkèrse" (in Formen gegossen), oder als „waterkèrs", eine spitz zulaufende Kerze, die durch wiederholtes Eintauchen des Dochtes in geschmolzenes Fett und Wasser entsteht. Aus Bambusstammen werden Leiterbaume und Tragbahren (burrie) hergestellt Besen aus „besemgoed" (restis dichotomus), Handkörbe aus Binden, die grössern zur Feldarbeit (ballas[t]mandjies) aus Quittenzweigen. Rückenkörbe kennt man nicht.

In der Wildnis wurde fast alle Kleidung») selbst verfertigt. In Kapstadt und ümgebung kam natürlich „alles aus Asien oder Europa" (Stavorinüs). Um die Mode hat man sich wenig gekümmert (waren nicht auch die Hollander von jeher schlicht gekleidet?), obwohl Lichtenstein in den alten Gegenden „die capischen Schonen auf europaischer Art recht stattlich und geschmackvoll gekleidet" fand. Eine Vorliebe für helle Farben wird aus Barkly Oost berichtet. Das muss wohl eine neue Erscheinung sein. — Die Kinder trugen bis sie heirateten, lederne Kleider. Die Hosen der Manner waren von Ziegenleder, in spaterer Zeit aus dem weicheren und bequemeren Maulwurfsfell, zuletzt aus Sammet, Bukskin oder Corderoy, einem noch -viel getragenen starken baumwollenen Stoff. Die altertümlichen Hosen waren sog. „klapbroeke", vorn mit einer Klappe versehen, wie sie noch von einigen Alten getragen werden und wie man sie auch noch in Holland und Deutschland bei Bauern und Fischern beobachten kann. Hosentrager hatte man nicht; die Hosen waren oberhalb der Hüften eng angeschlossen („nierknijpers"). Die Jacke (baaitjie), aus Maulwurfsfell hergestellt, reichte nur bis zum Hosenband. — Stiefel trugen allein die Alten, und auch diese nur beim Kirchgang 3), so dass ein Paar nach vielen Jahren noch vererbt werden konnte. So ist es auch noch vielfach unter den Farbigen Sitte, dass sie die Schuhe in der Hand tragen bis sie in der Nahe des Dorfes angelangt sind. Das Gerben besorgte man selbst. Niedrige selbstverfertigte „vel[d]skoene" ohne Hacken, aus ungegerbtem Leder hergestellt, sind auf dem Lande noch allgemein im Gebrauch, wie schon zu Zeit Kolbs4). Ob"die Afr. die Feldschuhe von den Hottentotten haben, lasst Spaebmann unentschieden; nach Kolb trugen die Hottentotten Schuhe, die nur aus der Sohle bestanden (Sandalen). Zum „velskoen" wurde früher der „kouselap" getragen, eine Art Strumpf, bestehend aus einem drei Zoll breiten Band von starker Leinwand, das von den Zehen an bis um die Knie gewunden wurde (ahnlich dem engl. „puttey"). Denselben Schutz gegen Dornbusch und Schlangen gewahrten auch die ledernen Strümpfe („kamaste"), Gamaschen. Der „kouselap" kann sehr wohl hoilandischen Ursprungs sein, obwohl auch hier die Not die Mutter der Erflndung sein könnte • nur ist der Name in Holland scheinbar unbekannt, Leeghwatee („Haarlemmermeer Boek") nannte die Beintücher der Frauen „strompelingen". Starke der Bekleidung scheint aber ursprünglich Nebensache gewesen zu sein. Erzahlt doch Mentzel (H 157), dass die Manner „die Füsse [auch die Beine?] bewickeln mit schönen bunten Schnupftüchern". — Handschuhe sind entbehrlich; ja es gilt geradezu als Verstoss gegen den Anstand, jemandem die bedoekte Hand zu bieten. Strohhüte für Manner und Frauen wurden früher aus Weizen-

1) Rezept und Beschreibung: Junius, Zonnig Afrika, 15, 128; Dijkman, Kookboek, 88.

2) P. 304 fgg., Bo. (Karroo) 52, Ba. II 401 (Viehburen), Sp. 470—1 (Grenzer), T. III341, V252, Trollope II 28, u. a.; Frauenkleidung in 1797: Lady Babnard, in den „Lives of the Lindsays", III 441.

3) So auch früher in Holland, als Schuhe noch gegenüber Holzschuhen seiten waren (Sch. 166).

4) K. 479, 489; Sp. 183-4, Bu. 243, Junius 171 fgg., 228 (gerben). Eine Abart ist die „hakkiesvelskoen".