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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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Andere als kirchliche Zusammenkünfte und Vergnügungen sind abgesehen von der politisch-religiösen Gedenkfeier am „Dingaansdag" (T. V 330) in den alten Republiken: Jagd, Schützenfeste („teikenskiet")'), die sich zu einer angenehmen Landpartie für beide Geschlechter gestalten, die Ferien an der See („Strand"), in neuern Zeiten Wohltatigkeitsbasare, Ackerbaufeste (Ausstellungen mit Musik und Erfrischungen), und Studentenfeste am Abend in und ausserhalb der Stadt. Charakteristisch für Südafr. sind: im Juni das Suchen der Kinder nach der „kukumakranka" (früher „kukumakranki", nach Bu. der ursprüngliche hott. Name), einer herrlich duftenden einheimischen Bodenfrucht mit medizinischen Eigenschaften; die öffentlichen Versteigerungen (ve(n)dusie) auf dem Lande, wo die Besucher mit Essen und Trinken umsonst bewirtet werden2), eine Sitte, die wohl auch früher in Holland bekannt war, wo noch jetzt für bonafide Kaufer freies Trinken gilt3); und endlich die beliebten Landpartien 4) („picnics" in den Bergen oder im Feld, welche bei dem prachtvollen Klima fast zu allen Jahreszeiten unternommen werden: bei dieser Gelegenheit finden die obenerwahnten (S. 21) Reigentanze statt. In den bevölkerten Gegenden gehen junge Leute, oft von den Eltern begleitet, gemeinsam zu Fuss oder im Wagen in die Berge oder nach einer anderen hübschen Gegend, vergnügen sich da mit Leckerbissen, Blumensuchen und Spielen, um an demselben Abend wieder zurückzukehren. Im Onderveld dagegen ladet der Farmer zum Vergnügen seiner (herangewachsenen) Kinder andere junge Leute ein. Die jungen Manner schlafen im Wagenhaus. Am Tage wird ein kleiner Ausflug gemacht, und am Abend vereinigt sich die Gesellschaft im Lagerhaus, das frisch gestrichen und mit Laternen behangen ist. Da werden dann die Reigentanze — ohne Musik oder Getranke — ausgeführt, und jeder Reigen so lange getanzt, bis allgemeiner Handeklatschen das Zeichen des Ermüdens gibt. Am bekanntesten sind:

1) Siembamba *) (ahnlich dem in Amerika bekannten „Virginia Reel"): die jungen Manner und Madchen stehen einander in zwei Reihen gegenüber; das erste Paar dreht sich zusammen herum, erst an dem einen, dann an dem andern Arm, schreitet dann die beiden Reihen hinab unter jedesmaligem Wechseln der Arme; sind sie am Ende angelangt, so fangt das zweite Paar an, u. s. w. Inzwischen klatschen die andern in die Hande und singen:

Siem-bamba.

Siem - bam - ba mam' se kind-jie, siem-bam-ba mam'- se kind-jie, Draai sij nek om,

i Irap op sij kop dan i . . .. , . gooi hom in die sloot, Mor - re och - end j ls mJ aootj Gë'm 'nstuk-kie brood dan word hij groot.

1) Br. 106. 2) K. 701, L. II 132.

3) Auf ahnliche Weise wird im Onderveld bei den monatlichen „biduren", die nach Verabrédung auf einer Farm bestellt werden, den von ferne kommenden Besuchern freie Mahlzeit besorgt.

4) Betrieb und Art dieser Partien erinnert stark an das früher so beliebte holl. „spelevaren", Sch. 173 fgg.

5) Der Ursprung dieses Namens ist ratselhaft. Der Schluss erinnert an den alten mythologischen Reim bei Boekenoogen, Onze Rijmen 21: Ze gooide het in de sloot, Toen was het kindje dood.