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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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gedierte, v. W. Nr. 13) — Wedloop tussen Haas en Skulpad (Br., S. 91: die Schildkröte stellt ihren Freunde verdoekt auf im Gras am Wege) — Gefecht zwischen laufenden und fliegenden Tieren. — Van de Vos en de Wolf (nl. von Butterfass und angeblichen Kindertaufen, Vo. XIH, 112, aus Drente) = De Vos, de Beer en het Tobbeken Vet (VI. Vert., S. 83) = Jakhals, Wolf en di Botterfat (v. W., Nr. 27; die Kinder heissen hier: Beginsel (Drente: Aanbegin), eerste Hoepel, tweede Hoepel u.s.w., Boomskraap(sel) (Dr.: Skrap op de Boom). Die Art des Diebstahls in diesem afr. Marchen ist dieselbe wie in bekannten Marchen von Fischdiebstahl (Bleek I, Nr. 8 = mnl. Reinaert I 208 fgg. nach Martin) Der Schluss der drenteschen Erzahlung ahnelt Grimm Nr. 132 und ist identisch mit v. W. Nr. 12 (Jakhals en Wolf krij 'n Perd), bis auf die klassischen Worte: Sla de hielen in de grond vast, riep de vos. Och, wat zou ik! ik kan hemel noch aarde meer zien! antwoordde de wolf (Drente) = Jakhals lag en skré: Broer wolf, broer wolf, slaan [ijster] klou in di grond! Wolf antwoord: Wat praat jij nog fan klou in di grond te slaan! Ek kan gen hemel of aarde sien ni! (afr.). — Grimms „Der Wolf und der Fuchs" ist z. T. bekannt: a) Jakhals en Wolf in die spens (Speisekammer), b) J. en W. in die Lammerkraal (v. W., S. 45; J. versucht am Ausgang, ob er noch durch kann, der gefrassige W. bleibt sitzen) = Fuchs und Wolf im Keiler. — J. en W. fang fis in 'n dam (v. W. Nr. 23) findet sich auch im Reinaert, H 6170 fgg. — „Die Schlange" (BI. I, Nr. 5) erinnert an Aesop (die S. will den Mann, der sie befreite, beissen), in BI. Nr. 86 (= v. W. Nr. 6) ist der Pavian das Opfer — „Wereldsloon" (Volksstem) ist gewiss Grimms „Bremer Stadtmusikanten" oder eine Variante (Andersen?) mit sieben Tieren nacherzahlt, also nicht alt überliefert. — Wie die Schildkröte von zwei Kranen getragen wurde (v. W., S. 38), lesen wir schon im altind. Paficatantra (I, Erzahlung 18), nur dass hier die Tiere eine Wasserschildkröte und zwei Ganse sind. — Jakhals deur Hoenerhaan gefop (O. K. 1897, S. 95) kennen wir bereits aus den Altertum.

Hiermit ist natürlich der mitgebrachte Vorrat nicht erschöpft. Gleichwohl überwiegt scheinbar die Zahl der einheimischen Marchen, wenn sie auch grösstenteils mit neueren europaischen Zügen durchsetzt sind, was hier und da schon aus den Titeln erhellt; z.B.: Leeu is koning enJ. isdifeldkornet; Bobbejaan en Skulpad plant elkeen 'n fij'eboom, J., Wolf en di spe enfarkies. Dabei darf auch nicht übersehen werden, dass von vielen der Ursprung überhaupt nicht festzustellen ist, wahrend andere in den Hauptzügen über die ganze Welt her eine erstaunliche Ahnlichkeit zeigen. So findet sich der Wettlauf zwischen Hasen und Schildkröte bei den Malaien als Wettrennen zwischen Kantjil und Schnecken (Bezemee, Javaansche en Maleische Fabelen en Legenden)'). Auch liegen direkte kulturelle Beziehungen zwischen Asien und Ostafrika vor, wenn diese auch schwerlich den Kreis der hott. Anschauungen berührt haben.

Bei dem Nachschreiben besteht die Gefahr, dass die Marchen dichterisch „ausgeschmückt" werden oder zu epischer Breite auswachsen (vgl. z. B. den Volksstem-beitrag über das Vogelund Tiergefecht). Am getreuesten ist die ursprüngliche (hottentottische) derb realistische Ausdrucksweise bei v. W. erhalten, doch hat auch er gemeint, das allzu Würzige ausmerzen zu müssen. Die rege Phantasie der Hottent. zeigt sich in gesteigertem Masse auch in den vielen „waaroms". Für fast alle körperlichen Merkmale der Tiere wird eine Erklarung gefunden. Ein Beispiel sei aus „Di Fo'els kiis 'n Koning" angeführt, der charakteristische Passus fehlt

1) Dem mal. noch naher steht die Erzahlung (De Unie, Juli 1908, S. 34), wo der Eland, wie der Kantjil eine Antilopenart, die Stelle des Hasen vertritt.