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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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in der Lesart der Volkstem („Die Voolbijeenkoms"). Wer am höchsten fliegt, sollte König werden: Da heisst es bei v. W. Nr. 2: Di feerkopfo'els het di eerste uitgesak en draai toen om; enkele was so moeg dat hulle affal en hülle stêrte breek; daarom het patrijs, kwartel en nog andere fo'els tot fandag toe hangstêrte. Maar di ander fo'els hou an en kom toen so na bij di son, dat die fére op hülle koppe afskroei. Partij fan di fo'els kon ni meer di warmte uithou ni, soos Terntaal, hulle fal af en breek ook hulle stêrte. Fo'elstruis het di slegste afgekom, ni alleen is di fére fan sijn kop en nek afgeskroei ni, maar ook di fére op sijn lijf was lelik ferkrumpel en ferskroei, só dat hij ni meer kon fliig ni, hij fal toen af en breek sijn foet; daarom het hij maar twe tone an elke foet.

Lm Hinblick auf solche Einbildungskrafb darf man annehmen, dass auch die kapholl. Sprache durch die Hottentotten eine erhebliche Bereicherung erfahren hat. .Wie weit dies im Einzelnen gegangen ist, wird sich allerdings unmöglich sagen lassen; nur aus der mehr oder weniger kreolischen Farbung oder der Derbheit der Ausdrucksweise kann man es einigermassen schliessen. Auch aus dem Rassencharakter ergibt sich einiges. Wenn man z. B. aus der ungeheuren Masse der Redensarten für trinken und berauscht sein') auf Trunksucht unter den Weissen schliesst, so liegt dies weit ab von der Wahrheit („Trunkenheit ist hier das allerabscheulichste Laster", bezeugte Kolb). Hingegen wird Trunksucht mit Recht dem Hottentotten nachgesagt: Al is 'n Hotnot nog so olik, 'n Sopie maak hom sommer vrohk. Offenbar steht auch eine ganze Anzahl der vielen verblümten oder übertriebenen Ausdrücke für prügeln, sterben, betrügen, laufen u. a. nur in Beziehung mit den Hottentotten2). Diese haben ferner auch altertünüiche Wörter und Wendungen bewahrt, selbst Reste früheren Volksglaubens, die unter den Weissen nur noch ganz ausnahmsweise vorkommen. Dass sie auch durch Zusammensetzung hübsehe und zutreffende Namen bilden, beweisst z. B. die Benennung „doeksteen" (Bu.) für Asbest. Die hott. Sprache selbst hat ihrer Schwierigkeit wegen keinen nennenswerten Einfluss auf das E. H. ausgeübt. Bisher sind, von einigen Berg-, Fluss-, Orts-, Tier- und Pflanzennamen abgesehen, nur etwa 20 Lehnwörter nachgewiesen, worunter nach Kolb auch kieri und k(a)ros, und nach Bubchbl : kukumakranka *) gehören.

Viele der bekannten Reime und Broeken komischer Lieder sind gewiss den Hott., oder im allgemeinen den Farbigen und Bastards zu verdanken. Musik hebt der Hott. von ganzem Herzen, seiten trifft man ihn an ohne Mundharmonika, „tromp", Ziehharmonika oder alte Geige. Einige Proben von Liedern, die man oft im Munde der Farbigen hört, lasse ich folgen: Al slaat mij ma mij neer, As ek opstaan dan doen ek dit maar weer. Nach der Weise des engl. Tingeltangelliedes „Ta ra ra ra bum dee ay", der vor etwa 15 J.

1) O.K., Nov. 1899, zahlt etwa 90 solcher Ausdrücke auf, wovon die Mehrheit — stark anschaulich — in Südafrika entstanden ist. Das ist immerhin eine stattliche Zahl für das kleine Sprachgebiet, wenn sie auch nicht an die 500 herankommt, welche Polle (Wie denkt das Volk über die Sprache? S. 88) anführt.

2) Die Vorliebe für „sterksprekende, beeldende uitdrukkingen" ist übrigens kennzeichnend für kreolisiérende Sprachen (Hesseling, Het Negerholl., S. 50; vgl. 112).

3) Über vermutliche hott. Idiome vgl. Du Toit, Afr. Studies, S. 26 fg. — Brincker, in dem unten S. 75, Anm. 3, erwahnten Aufsatz, warmt wieder das alte Marchen auf, als sei die Umbildung des Holl. den Hott. zu verdanken. Er kann aber nur zwei angebliche „Redeweisen, die den der Hott. nachgebildet" sind, anführen. Seine Folgerung ist also ganz verfehlt, weil sie der realen Grundlage entbehrt. Mit dem hottentottisch-hollandischen Jargon schlichen sich auch nach und nach die vier Kardinaluntugenden der Hott. in das junge afr. Geschlecht ein, nl. Tragheit = Arbeitsscheu, Stolz = Einbildung und Anmassung (Arroganz). Hang zur Lüge und laxe Moralitat (= Erzeugerin der Bastards), zugleich mit der Halbtugend: Leidenschaft für den Jagdsport, der die Triebfeder zur Besitznahme von immer mehr Landerstrecken in S. A. wurde.