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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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schrikbandjes, met muizekoppen en andere belachelike beuzelingen '). Der „zwarte dokter" ist ein Malaie, der angeblich bezauberte Leute heilen kann und andere in die Zauberkunst einführt. Selbst die wenigen weissen „sympathieke dokters" sollen von ihm in diese Kunst eingeweiht worden sein. Diese Schwarzkünstler, meint man, sind alle ein Bündnis mit dem Teufel eingegangen; sie können Farbige entzaubern, indem sie den Patiënten eine überkreuz mit roter Seide zusammengebundene Nadel und Stecknadel oder Haar und lebendige Frösche erbrechen lassen — anders gesagt, indem sie diese Dinge geschickt aus ihren weiten Armeln schütteln. Oder sie bezaubern durch Dünger von wilden Tieren oder Haar und Nagel, die dort begraben sind, wo ihr Opfer darüber hinlauft. Sie helfen auch einer eifersüchtigen Frau dazu, dass ihr Mann von einer andern getrennt wird.

Eine charakteristisch afr. Art der Spukerei ist die sgn. golerij (gochelarij). Sie besteht darin, dass mit allerhand Sachen, meist Steinen, doch auch heissem Wasser, Messern, Tellern u. s. w. im Hause geworfen wird. So toll kann es getrieben werden, dass die Einwohner sich öfters genötigt sehen, das Haus zu verlassen. Diese Hexerei ist schon lange heimisch. Die Z. A. T. meldet, wie sie 1827 von zwei farbigen Bediensteten (meide) als - Rachemittel angewandt worden sei, um ihre Herrin zu erschrecken. In der Sklavenzeit suchten die mal. Dienstboten auf diese Weise die Neigung eines Geliebten zu gewinnen. Die Sache kam zur Rune, wenn eine solche Person tüchtig geprügelt oder von der Farm entfernt wurde. öfters wird von einem Neidischen ein Kaffer-oder malaischer „toordokter" gedungen, um mit dergleichen Steinwerfen den Eigentümer von seiner Farm zu vertreiben und auf diese Art billig Beute zu bekommen. Man soll den Zauberer selbst in der Gestalt einer grossen weissen Katze zum Fenster hineinspringen sehen. Umgekehrt vermag der Malaie den Kafferdokter auszuspüren, der von einem Englander bezahlt worden ist, um mit solchen Mitteln sich eine Farm zu bemachtigen. Viele Falie bleiben unaufgeklart, Augenzeugen gibt es genug, die das Steinwerfen bezeugen können, ohne dass sie die Ursache aufzudecken vermögen. Unter den „four positivo evidences" von Spukerei, die Aylwabd in aller Ausführlichkeit erzahlt, kommen zwei solche Geschichten vor; beide werden von Englandera bestatigt. Man nimmt einen guten Teil „duiwelskunstenarij" bei diesen Treiben an; eine wissenschaftliche Erklarung muss vorlaufig dahingestellt bleiben. Die Erscheinung ist in Holland, wenigstens heutzutage, höchst seiten; einen Fall in Gelderland melden die Driem. Bladen (LU 2) von „het werpen met kluiten door 'n onzichtbare, nog voor weinige jaren", auch Dijkstra (II 227) erzahlt, wie „met stukken hout en andere voorwerpen rondgeworpen" wurde. Dagegen soll sie in Ostindien oft- beobachtet werden. Aus den mir zu Dienste stehenden Quellen ist aber leider kein Aufschluss zu schöpfen.

Wichtig ist das Verhalten der Weissen zu all dieser Zauberei. Wie wir sahen, gibt es noch einen erheblichen Rest des Glaubens an die Zaubermacht, man verhalt sich aber mit seltenen Ausnahmen bloss passiv, denn selbst tatig einzugreifen verbietet die christliche Lehre. Es ist erfreulich, in dieser Beziehung feststellen zu können, dass von Hexenwahn keine Spur vorhanden ist.- Selbst das Wort „heks" ist nur als Schimpfwort und als

1) Dergleichen Mittel, namentlich Nagel und Haare, die auch die Eingeborenen verwenden und die in der ganzen Welt gebraucht werden, sind kein Monopol der Malaien. Zu der Vorliebe für Nagel und Haare vgl. W. W. Skeat, Malay Magie, London 1900, S. 44; die Sympathie zwischen der Person und seinen Körperteilen bleibt noch, nach der Trennung fortbestehen und kann zu ihrem Schaden benutzt werden. — Jobskralen sind die kleinen, grauen, birnenformigen Samen einer einheimischen Grassorte, die von Kindern zu Ketten an einander gereiht werden.

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