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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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Flussname (Hexrivier) bekannt. Im 17. Jh. gehörten in Holland die Hexenprozesse schon der Vergangenheit an, und in der Kolonie war die Stellung der Frau zu ansehnlich, als dass ein solcher Glaube hatte Wurzel fassen können. Namentlich in den ersten Jahren war die Frau seiten und destomehr geschatzt. Es ist bezeichnend, dass herabwürdigende Sprichwörter zu ungunsten der Frau, wie man sie in Menge bei Dijkstra und in den letzten Jahrgangen von „Volkskunde" findet, kaum vorhanden sind und allgemein abgelehnt werden. Die segensreiche und heldennatte Rolle der Frau in S. A. ist aus der Geschichte zur Genüge bekannt, kaüm irgendwo in der Welt wird sie so ritterlich verehrt wie hier').

Wie überall im Süden und Osten ist die Schlange ein gefürchteter'Feind. Um den Biss der Schlangen und giftigen Insekten zu heilen, haben die Eingeborenen von altersher ihre erprobten, z. T. unfehlbaren Mittel. Eine grosse Anzahl Rezepte findet man bei Frau Dijkman, bei Andersson (SS. 303—7), bei Thunbebg, u. a. Kolb und Lichten stein (I 138) erzahlen von einem aus dem kleinen Horn eines Rhinozeros geschnitzten Becher, der nach dem allgemeinen Volksglauben die Eigenschaft haben soll, dass er anzeigt, ob eine Flüssigkeit Gift enthalt; ist das der Fall, dann braust in ihm die Flüssigkeit stark auf. L. vermutet, dass dieser Glaube malaischen Ursprungs sei; Andersson erwahnt ihn bei den Turken. Der „slangesteen", der heute noch im Gebrauch ist und der früher für ein Erzeugnis der Brahmanen Vorderindiens (K. 214, Thunberg 23) und von Mentzel (I 639) für einen wirklichen Stein gehalten wurde, ist, wie schon Baerow festgestelt hat, nur-ein Stück Knochen2). Der Volksglaube — der sich auch ausserhalb S. A. findet — ist, er werde von der Schlange auf dem Kopf getragen und beiseite gelegt, wenn sie trinkt. Nun kommt es darauf an, sich des Steins in diesem Augenblick zu bemachtigen, ohne das Tier zu töten (vgl. etwas ahnliches vom Schlangenkönig bei Wüttke). Ein drittes Mittel gegen Schlangen indischer Herkunft erwahnt Thunbeeg (S. 23): „Mit der Tulbaghia alhacea (wilde knoflook) soll man die Schlangen bezaubern können", wozu Forster, der deutsche Herausgeber, bemerkt, dass „auch die Inder die Schlangen mit Zwiebeln und Knoblaueh vertreiben."

1) Aussprüche in diesem Sinn liegen in Menge vor, z. B. Aylward 31: The most potent restraining influence were their wives (neben der Religion); T. III 330: Nowhere else perhaps were women more on an equality with men in all respects than in S. A.; vgl. eba. 191 und sehe oben SS. 41.

2) Gegen den Biss 'der Brillenschlange gebrauch en die Eingeborenen Siidasiens den porösen Schlangenstein, der sich lest an die Wunde ansaugt und wie ein Schröpfkopf wirkt. Er besteht im wesentlichen aus gebrannten Knochen (Meyers Konv.-Lexikon, i. v. Brillenschlange).