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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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die Füsse lauft, kommen auch in einem holl. Marchen vor, das Dr. Boekenoogen in „Volkskunde" XLTI 119 ff, abgedruckt hat. Diese beiden Motive, und andere derartige, sind jedoch gelauflg in Erzahlungen aus den verschiedendsten Landern. Dass die Schwanke von Domjan und Uilspiel von Deutschen in S.A. gebracht worden sind, braucht also nicht angenommen zu werden. Wir behandelten die verschiedenen Erzahlungen hier ihres Zusammenhangs wegen.

Wir haben schon gelegentlich Spuren deutschen Einflusses in Lied und Unterhaltungsdichtung angetroffen (vgl. S. 7, 26 ff., 59). Ein Schulreim, der offenbar deutscher Herkunft ist, ist noch folgender:

Die wind die waai, Die haan die kraai, Die dag breek aan, Dis tijd om op te staan;

vgl. den bekannten Ammenreim (Böhme, S. 72):

Der Wind der weht, Der Hahn der kraht. u. s. w.

§ 2. Die Hugenotten.

Die einzige Erinnerung an den französischen Einschlag im afr. Volk sind wie wir sahen die Familiennamen. Mehrere frz. Taufnamen sind noch beliebt: Piérre, Taillefer, Jacques. Die alten Farmen, welche die Hugenotten damals in Frans(e)hoek und Drakenstein bezogen, erinnern noch durch ihren Namen an die einstige Heimat ihres ersten Herrn: Rhone, Languedoc, La Cotte, Dauphiné. Wenn nun Le Vailiant, jener grosssprecherische Nimrod, noch im Jahre 1772 fand, dass man die Hugenotten in Franshoek durch ihr braunes Haar und ihre Hautfarbe von den andern, blonden Kolonisten unterscheiden könne, so ist das nur mit Vorsicht aufzunehmen, denn genau wie die Südfranzosen, — und das waren die meisten Hugenotten, — zeigen auch die eigentlichen Hollander und namentlich die Zeelander vielfach dunkle Haut- und Haarfarbe ')• Der braunliche Teint, der jetzt unter dem Afr. vorherrscht, ist vielleicht nur zum mindesten Teil dem sonnigen Klima zuzuschreiben.

Allgemein nimmt man eine grosse Einwirkung der Hugenotten auf den religiösen Sinn der Afrikaner an. Ob dies unter den oben in der Einleitung angeführten Verhaltnissen wirklich so bedeutend gewesen ist, ist fraglich. Wohl darf man ihrerseits ein Erstarken der bereits vorhandenen Gesinnung annehmen, das sich aus der Rehgiositat des Zeitalters und aus den neuen Lebensverhaltnissen erklart. Wir flnden, dass vom Anfang für die Siedlung freier Bürger ein unbescholtener Charakter Bedingung war: „none but married men of good character were to have ground ablotted to them", und schlechte Elemente wurden deportiert2). Seine Behauptung („Paul Kruger", S. 2) dass das unruhige frz. Element den Anstoss zur Treklust gegeben habe, hatte Van Oordt genauer begründen müssen. — Ein gut Stück ihrer 'angeborenen Höflichkeit dagegen verdanken die Afr. gewiss den Hugenotten. Nicht dass die Hollander unhöflich waren, im Gegenteil, man wird kaum in der Welt hilfsreichere Leute und getreuere Freunde antreffen als in Holland, aber es fehlt dabei zu oft das Feingefühl in Wort und Handlung. „The Dutch Boer", sagt Trollope, „with all his roughness,

1) Ripley, The Races of Europe, London 1900, 137, 148, 297.

2) T. III 340, vgl. L. II 148; T. II 64, 194, 392.