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wies darauf hin, dass alle Krankheiten, welche vom Alkoholmissbrauch herrühren bis ins dritte und vierte Geschlecht sich forterben und bei fortdauernder Ursache allmahlich zunehmen, bis das ganze Geschlecht ausstirbt (Zoonomia I, S. 274). Es ware aber ein schwerer Irrtum daraus zu schliessen, dass der Alkoholismus die Entartung ausmerzt. Dieser Fehlschluss kommt daher, dass man nur die schwersten Falie in Betracht zieht, und den massigen und halbunmassigen Alkoholgenuss für harmlos halt und mit Stillschweigen übergeht. _ Alle massigeren Entartungen, alle nur etwas siechen Keimzellen, alle Paarungen eines Alkoholikers mit einer nüchternen Frau geben mehr oder weniger minderwertige Produkte, die durchaus nicht ausgemerzt werden. Drastisch sagte Wilfredo Pareto, der Alkohol merze die Kanaille aus: das Gegenteil ist aber wahr; der Alkohol erzeugt immerfort mehr Kanaille als er solche ausmerzt. Der Gegenstand ist zu gross; ich kann nur resumieren:

a. Lebensdauer. Die Statistik der grössern Ortschaften der Schweiz ergibt seit mehr als 20 J ahren durchschnittlich 10 % mannlicher Todesfalle, die direkt oder indirekt vom Alkohol herrühren. Die englischen, schottischen, amerikanischen, australischen Lebensversicherungsgesellschaften, die auf Mutualitat beruhend, die Abstinenten in besondern Sektionen versichern, finden durchweg für dieselben eine erheblich langere Lebensdauer im Durchschnitt, was einen Dividendenanteil, resp. eine Pramienermassigung von 10 % bis 20 %, je nachdem, zur Folge hat. Es ist doch klar, dass diese Abkürzung des Lebens der Nichtabstinenten auf Schadigung der Körpergewebe durch den Alkohol beruht.

b. Das Gleiche gilt von der geringern Morbiditat der Abstinenten, die aus den Ergebnissen der Krankenkassen hervorgeht (3—4 mal geringer, als die der Nichtabstinenten).

c. Vergleichung der Kinder trunksüchtiger Elte r n mit denjenigen nüchterner Eltern. Hier erwahne ich nur die bekannten Zahlen Demme's und Anderer, mit der schrecklichen Zahl von Entartungen, Zwergwuchs, Idiotismus, Epilepsie, Missbildungen und vor allem Totgeburten bei den Kindern Trunksüchtiger.

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