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wir durch das Totalverbot allein nicht die Degeneration wegschaffen können, dass also Idioten, Microcephalen u.s.w., die hier in Bildern gezeigt sind; nicht verschwinden, wenn das Alkoholverbot durchgeführt wird, denn die Ursachen der Degeneration sind viele, und das Trinken ist auch ein ihrer Symptome. Die Bekampfung des Alkoholmissbrauches fallt mit der Arbeit für die Lösung der „sozialen Frage" zusammen, und ein der kraftigsten Mittel ist gewiss die Ueberwachung, am besten die Internierung der Degenerierten, auch der degenerierten Trunkenbolde, damit sie keine Kinder erzeugen und ihre Umgebung nicht schadigen. Der nicht degenerierte Saufer lasst sich meistens erziehen und retten — wenn nötig durch Aufenthalt wahrend einer angemessenen Zeit in einem Trinkerasyl ■— der degenerierte Gewohnheitssaufer dagegen meistens nicht.

Wenn wir nun einmal in die Lage versetzt werden, diese radikalen Massnahmen gegen die Degenerierten durchzuführen, ist dann der Kampf gegen den Alkohol als Genuss- und Nahrungsmittel, der Kampf mit der Ausrottung des Alkoholgebrauches als Ziel überflüssig? Sicherlich nicht! Warum bestandig Gefahr laufen, die Belastung und die Degeneration zu unterhalten und zu steigern? Warum diese Quelle der Gefahr in unsern Hausern, in unserem geselligen Leben fortdauernd fliessen lassen? Ist nicht der Schaden, den der Alkohol dem Einzelnen, der Familie, dem Volke in tausendfacher Weise verursacht, gross genug, wenn wir auch niemals auf statistischem Wege beweisen können, dass er eine Degeneration der Nachkommenschaft hervorbringt? Die Berechtigung des Kampfes für die Ausrottung des Alkoholgebrauches steht n a c h den Untersuchungen von Elderton und Pearson noch ebenso fest wie v o r denselben.

Dr. R. Vogt, (Gaustad): Ich habe den Eindruck dass wir von der Wirkung des Alkohols auf die Nachkommen wenig genaues wissen. Auch die Arbeiten von K. Pearson sind wenig überzeugend.

Wir müssen die Begriffe der Erblichkeit, der Keimschadigung und der Degeneration genau auseinander halten. Eine erbliche Störung — z.B. eine erbliche Missbildung — geht nach bestimmten Gesetzen — vor allem nach den Spaltungsgesetzen Mendel's ■— auf die künftigen Generationen in unbegrenzter Reihe über. Das Erbliche hat, möchte ich sagen, einen. Ewigkeits-Charakter. Dabei wird aber

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