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eine grössere Rolle spielen als bei den andern Trinkern. Psychopathische Züge wird man aber schliesslich, wenn es durchaus sein muss, bei jedem Menschen finden können.

Dass der Alkohol durch Keimschadigung eine degenerierende Wirkung auf die Nachkommenschaft ausübt, sollte nach den von Dr. Bertholet vorgeführten Bildern nicht mehr bezweifelt werden können. Wie solche Keimschadigungen bei der Nachkommenschaft sich aussern, zeigt die Statistik von Bunge. Sie ist nach den kritischen Ausführungen Dr. Wlassak's das Beste, was wir darüber besitzen. Nirgends lasst sich die degenerative Wirkung des Alkohols mit solch unheimlicher Ivlarheit in all ihren Spuren verfolgen, wie hier. Der Zusammenhang der chronischen Alkoholvergiftung des Vaters und der mit ihr proportional gesteigerten Widerstandslosigkeit der Kinder gegen Erkrankungen, an Tuberkulose und Nervenleiden, Zahncaries, Unfahigkeit zum Stillen, tritt besonders deutlich hervor in einer Statistik, in der nur solche Familien (je nach der Grosse des Alkoholgenusses des Vaters vor der Zeugung der Kinder) zusammengestellt wurden, in denen bei den Eltern keine Spur von erblichen Krankheiten zu finden war. Schon des massigen Alkoholgenusses Wirkung auf die Nachkommenschaft tritt in dieser Statistik hervor. Diese ausgezeichnetsten von allen bunge'schen Statistiken hat nur einen Fehler, dass sie noch etwas klein ist, weil die Familien in denen keine erblichen Krankheiten bei den Eltern vorhanden waren, nicht so haufig sind. Die Statistik wird daher weiter geführt und alle Kollegen sollten angesichts ihrer grossen Bedeutung dabei behülflich sein. Für jeden Beitrag wird Prof. Bunge dankbar sein, und gerne hierzu Formulare zur Verfügung stellen.

Dem verehrten Kollegen Vogt, der die weitere Vererbung einer durch Keimschadigung entstandenen Störung bezweifelt, muss ich bemerken, dass aus der BuNGE'schen Statistik, die sich in dieser Beziehung schon auf sehr grosses Material stützt, eine solche Vererbung auf wenigstens eine weitere Generation mit unzweideutiger Klarheit hervorgeht. Hat eine Frau durch die Trunksucht des Vaters ihre normale Fahigkeit zum Stillen verloren, so können, von seltenen Ausnahmen abgesehen, auch ihre Töchter nicht genügend stillen, auch wenn ihr Vater nicht Trinker war.

Mit all dem soll nicht gesagt sein, dass es nicht noch andere

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