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würde, wenn man objektiv vom arztlichen Standpunkt aus feststellen könnte, ob jemand ein Trinker ist, oder nicht. Dies ist ja vielfach im vorgeschrittenen Stadium durch die körperlichen Aenderungen, welche bei Trinkern vorgehen, möglich, aber die auf diese Weise ausserlich als Trinker kenntlichen Personen sind nicht diejenigen, bei denen es von grösster Bedeutung ist, zu erkennen, ob sie trunksüchtig sind, oder nicht, sondern dieses gilt hauptsachlich von den noch nicht vorgeschrittenen Trinkern, bei denen noch eine Rettung möglich, und bei denen die Erkennung der Trunksucht oft schwierig ist.

Wenn in dieser Weise systematisch vorgegangen wird, darf man hoffen, in nicht zu ferner Zeit die Menschheit von denTrunksüchtigen zu befreien, und auf diese Weise nicht allein ein körperlich und geistig gesunderes Geschlecht heranzuziehen, sondern auch eine grössere Sicherheit durch verminderung der Verbrechen und grössere A r b e i t s 1 e i s t u n g von der Gesammtheit des Volkes zu erzielen. Lassen Sie uns Alle zusammenwirken, einen derartigen idealen Zustand herbeizuführen !

Ich fasse meine Vorschlage zusammen:

1) In freier Konkurrenz mit den Privatanstalten sind vom Staate bezw. der Provinz unddenkommunalenVerbandenTrinkerheilanstalten für heilbare und Trinkerasyle für unheilbare T r u n k s ü c h t i g e zu errichten und zu unterhalten;

2) Die Vorschlage des deutschen Reichsjustizamtes auf Aenderung der Strafgesetzgebung sind in der Fassung zu unterstützen, die denselben von der Kommission des deutschen Vereins gegen den Missbrauch geistiger Getranke gegeben ist; •

3) Xamentlich ist die Unterbringung der s t r a f f a 11 i g e n Trinker in Trinkerheilanstalten, bezw. Trinkerasylen an Stelle oder in V erbindung mit Gefangnisstrafe zu empfehlen;

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