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die Trinkerfürsorgestelle in Zusammenhang mit kommunalen Behörden einzurichten.

3. Vor Gründung einer Trinkerfürsorgestelle ist zunachst der Zusammenschluss aller an dem bestimmten Orte wirkenden Trinkerrettungsvereine anzustreben, welchen in dem Ausschusse der Fürsorgestelle Sitz und Stimme zustehen muss. Ebenso müssen in dem Ausschusse vertreten sein die Gemeindeverwaltung, Krankenkassen und sonstige Korporationen, welche sich mit der Heilung von Kranken befassen.

4. Der Trinkerfürsorgestelle muss ein Arzt zur Seite stehen, wenn es auch nicht erforderlich erscheint, dass der Vorsitzende ein Arzt ist.

5. Die regelmassigen Sprechstunden der Trinkerfürsorgestelle werden von standigen Fürsorgern abgehalten. Ein haufiger Wechsel empfiehlt sich nicht, weil dadurch die Einheitlichkeit der Behandlung der Falie leidet.

6. Die Trinkerfürsorgestelle muss sich von vornherein davqr hüten, selbst mit Baarmitteln bei den Trinkerfamilien einzugreifen. Sie soll den Hülfesuchenden mit Rat zur Hand gehen, die Wege zur Rettung weisen, und helfen, die Mittel zu beschaffen, welche im Einzelfalle erforderlich erscheinen.

7. Die Trinkerfürsorgestellen machen den Trinkerrettungsvereinen keine Konkurrenz, sondern unterstützen nur deren Tatigkeit, indem sie ihnen gleichzeitig neue Mitglieder zuführen.

8. Nach Abschluss eines Trinkerheilverfahrens hat die Fürsorgestelle den Trinker dauernd in Obacht zu halten, damit kein Rückfall eintritt. Ferner muss standig auf die Familie des Trinkers eingewirkt werden, damit auch hier der Trinker vor Unvemunft geschützt bleibt. Um dies zu erreichen, müssen der Fürsorgestelle •zahlreiche freiwillige Helfer, und besonders auch Helferinnen zur Verfügung stehen.

Prasident S. Exc. A. S. Talma:

Auch Herrn Dr. Schellmann unsren besten Dank für seinen wichtigen Vortrag. Ich eröffne jetzt die Diskussion.

DISKUSSION.

Frau Rittergutsbesitzer Lantz, (Haus Lohausen bei Düsseldorf): Als Mitglied der Zentrale des Katholischen Frauenbundes habe

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