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tretung des Verbotes selbst die Todesstrafe gestellt worden ist, da würde die indische Regierung meines Erachtens vollstandig berechtigt sein, ein für Eingeborene gegebenes Alkoholverbot auch ihnen aufzuerlegen.

Ob man dies tun will, ist lediglich eine FragederZweckmassigkeit. D a g e g e n ware einzuwenden, dass man bei ihnen, im Gegensatz zu den Eingeborenen, keinen Anknüpfungspunkt in ihrer Religion finden würde und ebenso wenig eine Stütze in der öffentlichen Meinung der chinesischen Gesellschaft. D a f ü r würde anzuführen sein, dass die Aufrechterhaltung des Verbotes, Eingeborenen alkoholische Getranke zu verkaufen, viel leichter sein würde, wenn jeder Besitz alkoholischer Getranke an sich auch bei Chinesen strafbar ware, als wenn in jedem Falie die Tatsache des Verkaufes gerichtlich bewiesen werden müsste.

Nach den Chinesen kommen der Zahl nach die Araber, deren es '20,000 gibt. Da sie alle fromme Muhammedaner sind, besteht kein einziger Grund, ihnen das Alkoholverbot der Eingeborenen nicht auch aufzuerlegen.

Die übrigen asiatischen Fremdlinge, deren Gesammtzahl noch nicht 3000 betragt, bestehen grössenteils aus Muhammedanern. Für sie gilt dasselbe wie für die Araber. Missbrauch alkoholischer Getranke gibt es bei ihnen nur unter den aus Britisch-Indien eingewanderten Personen, aber die Zahl derselben betragt nur einige Hunderte, weshalb ihretwegen keine Ausnahme gemacht zu werden braucht. Das Alkoholverbot würde also für alle nicht europaischen Fremdlinge erlassen werden können.

Obschon ich aus den im Anfang meiner Rede erwahnten Gründen gemeint habe, mich bei meinen Ausführungen auf Java und Madura beschranken zu müssen, kann es doch vielleicht Nutzen haben, kurz anzudeuten, in wiefern die vorgeschlagenen Massnahmen auch anderswo Anwendung finden könnten.

Abgesehen von der Frage, ob in irgend einer Kolonie der Alkoholismus unter den Eingeborenen von einiger Bedeutung ist oder fortschreitet, kann, da wohl niemand den Alkoholgenuss der Eingeborenen an sich als et was Wünschenswertes betrachten wird, meines Erachtens kein Einwand erhoben werden gegen das Verbot für die Bekenner des Islam. Es würde also für den grössten 1 eil der Einwohnerschaft unserer sogenannten Aussenbesitzungen gelten.

In wiefern ein dergleiches Verbot für die Bekenner anderer

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