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Lassen Sie mich kurz erwahnen, worin ich die Vorteile der Abstinenz körperlich gefunden habe:

Die Anpassung des Körpers an das Klima geht ohne Störung vor sich; die Hitze wird leicht ertragen, das Durstgefühl ist geringer als bei Trinkern. Der Abstinent trinkt ökonomischer und leidet deshalb nicht an dem lastigen Hautreiz, der in deutscher Sprache „roter Hund" genannt wird. Infektionen werden wahrscheinlich seltener erworben, sicher schneller abgestossen. An Ausdauer im Ertragen von Anstrengungen übertrifft der abstinente Europaer oft die Neger in ihrem eigenen Lande, obwohl sich der Europaer bei jeder Arbeit körperlich und geistig vielseitiger betatigt als der Neger. (Der Neger ist gewohnt, seine Krafte nur auf wenige Bewegungen einzustellen.) Das natürliche, gesunde Leben in der freien Steppe und die reichliche Bewegung kommen dem Körper zu gute, und man hat eine nicht zu bandigende Lust zu wandern, weil das Spazierengehen in immer wechselnder Umgebung geradezu vorwarts lockt. Der Schlaf ist tief, der Appetit gross. Die geistige Frische, Arbeitskraft, Unternehmungslust, sind uneingeschrankt. Lange Weile gibt es nicht. Der Abstinent ist immer fahig, die Eindrücke und Probleme des unerforschten Landes in sich aufzunehmen.

Sie wundern sich, dass ich das hier erzahle. Nun, ich habe zu meinem Erstaunen gemerkt, dass es bis in die Reihen derer, die den Alkoholismus bekampfen, noch Menschen gibt, die glauben, es gabe noch irgend wo, wenn nicht hier, dann am Nordpol oder in Afrika verborgene Gründe, alkoholische Getranke in das Innere von Menschen zu giessen, die noch leben! Von solchen werde ich gefragt: „Für alle Falie hatten Sie doch aber einen Cognac mit?"

,,Nein, wir hatten gar nichts mit, auch nicht für alle Falie."

„Aber was machten Sie denn, wenn Sie durchnasst ins Lager kamen?"

„Das will ich Ihnen sagen: ich liess einen wasserdichten Koffer öffnen, nahm ein Handtuch und trockene Kleider heraus, frottierte mich ab und zog die Sachen an."

Wenn man so viel Bedienung zur Verfügung hat, wie man sich in Afrika für das Geld leisten kann, das man dem Alkoholkapital vorenthalt, dann ist es eine Leichtigkeit, sich das Leben bequem und gesund einzurichten. Statt vieler Kisten mit Bier und Cognac nimmt man, wenn man Wert darauf legt, einige Thermos-

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