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flaschen mit, die am Lagerfeuer Morgens oder Abends mit heisser Suppe gefüllt werden. Kleider und Thermosflaschen haben ausserdem den Vorteil, dass man sie immer wieder benutzen kann, wahrend die teuren Alkoholvorrate ausgetrunken werden. Wir hatten nur einige Pfund Thee mitgenommen, und auch diesen Thee nicht, weil er uns Bedürfnis war, sondern damit wir den Koch erziehen konnten, das Wasser, das wir trinken wollten, gut abzukochen. Im Gebirge und Urwald haben wir natürlich nur reines Quellwasser getrunken.

In wie aufdringlicher Form die Versuchung immer wieder an Menschen herantritt und wie sehr unkundige gefahrdet sind, Tauschungen über den Wert des Alkohols zu unterliegen, das zeigte mir der Fall eines Malariafiebers, das ich selbst bekam. Es gibt ja Krankheiten, denen man als Abstinent so gut ausgesetzt ist, wie als Trinker. Als ich diesen Malaria-Anfall hatte, empfahl mir ein Freund dringend,-^eine halbe Flasche Sekt als Medizin zu trinken, dann würde ich bald gesund sein. Ich trank keinen Sekt, sondern nahm als Arznei nur das vorgeschriebene Chinin, und war nach wenigen Stunden so gesund, als ob garnichts gewesen ware. Hatte ich den Sekt getrunken, dann ware jeder, der davon wusste, der Tauschung erlegen, dass Sekt an meiner schnellen Heilung Schuld gewesen sei. Ich selbst weiss aber als Abstinent, was viele bedeutende Tropenarzte wissen, dass alkoholische Getranke die Genesung hinausschieben. Da nur Abstinente den Alkohol ausschlagen, Abstinente aber in den Tropen leider noch selten sind, ist jeder Beweis für denUnsinn, alkoholische Getranke als Heilmittel zu empfehlen, festzunageln. Es hessen sich Beispiele genug beibringen, dass Menschen, die Alkohol trinken, den alkoholischen Getranken günstige Wirkungen auf den Verlauf von Krankheiten zuschreiben, auch wenn in Wirklichkeit der Alkohol gerade eine, die Heilung verzögernde, Rolle gespielt hatte.

Ich werde noch weiter von dem sprechen, was ich bei anderen Europaern sah. Dazu aber ein Vorwort allgemeinen Natur. Man könnte mir vorwerfen, dass ich einzelnen Nationen — und vielbicht gerade meinen Deutschen und den ihnen stammverwandten Englandern, weil ich die am meisten dort draussen sah — S.chlechtes nachsage. Nun, ich brauche nicht zu erwahnen, dass nach meiner Ansicht die Deutschen, wenn sie den Alkoholdreck abstreifen, famose Kefle sind und dass die fremden Völker zufrieden sein können mit dem, was deutsche Gehirne zum

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