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Entwicklung droht immer, auch diese Elemente mit in den Alkoholstrudel zu reissen. Es gilt neue soziale Gewohnheiten, neue Anschauungen zu schaffen.

Was die Jugend betrifft, ist die Aufgabe:

1. In allen Schulen klare und unzweideutige Darlegung der Bedeutung der modernen Alkoholfrage; wenn das nicht durch offizielle Massregeln bewirkt werden kann (wie z.B. in Schweden, wo ein Gesetz vom 4 November 1892 obligatorischen Unterricht in der Alkoholfrage bestimmt) und in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo schon lange solche Gesetze in Geltung sind, muss durch die private Tatigkeit dafür gesorgt werden, dass von berufenen Persönlichkeiten, die die Sache kennen und mit der Jugend wirklich reden können, aufklarende Vortrage der reiferen Jugend gehalten werden, und dass kritisch ausgewahlte Anschauungsmittel den Augen der Jugend vorgeführt werden.

Da heut zu Tage praktisch genommen alle medizinische Autoritaten, bei verschiedener Beurteilung der Zulassigkeit minimaier Alkoholdosen für Aeltere, doch einstimmig jeden Alkoholgenuss der nicht Erwachsenen verurteilen, ist es selbstverstandlich, dass die Empfehlung der totalen Abstinenz in diesen Jugendvortragen erfolgen muss.

2. Förderung gesunder Zerstreuungs-, Vergnügungs- und Bildungs-Vorrichtungen, die der ungesunden Alkoholkultur praktisch entgegenwirken können, Einrichtung bezw. Erhaltung und Entwicklung von Turnplatzen, Schwimmhallen, Jugendheime, Abendkurse für Bildungszwecke, Volkslesehallen etc., besonders für die Jugend in den Uebergangsjahren.

3. Direkte Vereinstatigkeit, wobei das besonders im Guttemplerorden in Deutschland bewahrte System mit sog. Wehrlogen, d. h. Logen aus jugendlichen Mitgliedern in etwa den 17—20 Jahren bestehend, und unter Altersgenossen wirkend, empfohlen werden kann.

Was besonders die Frauenwelt betrifft, glaube ich dass der heutzutage mehr als früher hervortretende Drang zur Selbststandigkeit und Selbstatigkeit der Frau ein für die Antialkoholpropaganda glückverheissendes Zeichen ist.

Die Frauen sollen sich selbst organisieren, wie sie mit so grossem Erfolg schon in der angloamerikanischen Welt getan haben und besonders in den grosseren Stadten haben sie ein grosses und dankbares Feld zum wirken. Es hat sich z.B. in Stockholm gezeigt,

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