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kaum in Betracht. Ich bitte also jene Beschrankung nicht als Engherzigkeit anzusehen. Tatsachlich handelt es sich zur Zeit nur um christlich-religiöse organisierte Bewegungen und Bestrebungen. widcr den Alkoholismus.

3. Der Zusammenschluss (christlich-) religiös Ges^innter zu jenem ist berechtigt, weil für die Religion als letztes Ziel die Rettung der Seele oder dieHerausbildungdersittlichreligiösen Persönlichkeit gibt.

Die „Rettung der Seele": das ist der einfachste und volkstümlichste Ausdruck für das, was die Religion will. Natiirlich kann man das auch anders ausdrücken: Gemeinschaft mit Gott, Kommen seines Reiches, oder sonstwie. Jedenfalls aber bewegt sich die Religion stets um die Frage (um mit Harnack zu reden): Gott und die Seele. Ist uns das aber das höchste Ziel, Gott und die Menschenseele ins rechte Verhaltnis zu bringen, so haben wir das Recht — und die Pflicht, beides berührt sich hier —, uns zu seiner Erreichung und demgemass zur Bekampfung aller der Machte, die jene Erreichung hindern wollen, (und dazu gehort nicht zuletzt der Alkohol), zusammenzuschliessen.

4. Der Zusammenschluss (christlich-) religiös Gesinnter zu diesem Kampf ist notwendig, weil, a) nur durch jene weite (religiös oder kirchlich interessierte) Kreise herangezogen werden können, und weil b) das unter 3 genannte Ziel nach ihrer Leberzeugung und Erfahrung nur oder doch in erster Linie mitreligiösenMitteln (Gebet, Gottes Wort, brüderliche Gemeinschaft, Pflege christlicher Sitte und kirchlicher Ordnung) zu erreichen ist.

Zu a): Ich denke dabei besonders an die „Stillen ïm Lande", ernste, aber mehr oder weniger enge Fromme, die so ausschliesslich religiös interessiert sind, solche Furcht vor der Welt und weltlichen Dingen haben, dass sie von vornherein alles abweisen, was sich ihnen nicht in religiöser Form und Farbe naht. Wollen wir auf ihre ernste, aber wertvolle Mithülfe verzichten? Ich denke ferner an die Theologen, zumal die in den Grossstadten. Unsere

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