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lastung, seelische Ueberreiztheit, sittliche Minderwertigkeit oder dgl., sondern auch und vor allem Schuld, persönliche Schuld. Beide bekennen sich zu dem persönhchen Gott und zu Jesus Christus als dem Heiland der Welt. Beide kennen eine ewige Bestimmung des Menschen und das unvergangliche Reich Gottes, zu dem wir alle berufen sind, an dessen Bau wir mitarbeiten sollen, auf dessen Vollendung wir hoffen. Darum „getrennt marschieren, vereint schlagen!" Ja vereint schlagenr aber doch getrennt marschieren. Denn:

6. Nachhaltige religiöse Beeinflussung wird auf die Dauer nur da eintreten, wo jede Konfession — bei aller Friedfertigkeit und gegenseitigen Anerkennung — ihren eignen Weg einschlagt und ihre eigenartige Kraft

und Gabe entfaltet.

Darüber bedarf es nicht vieler Worte. Wir sind hier kein Konzil und keine Synode, und Konfessionskunde zu treiben ïst hier nicht der Ort. Genug, dass jede Konfession ihre besondere Gabe, ihre besondere Kraft, ihre besondere Methode, auch (wer wollte es leugnen?) ihre besonderen Fehler und Gefahren hat. Mochten wir in edlerm Wetteifer diese recht erkennen und ernstlich meiden, jene mit Treue und hingebender Begeisterung recht gebrauchen!

7. Im Mittelpunkt evangelischer Kampfesund Liebesarbeit gegenüber dem Alkoholismus steht das biblische Evangelium oder das Wort vom Kreuze Dessen, der Sünder selig

macht.

Dieser einen Botschaft gegenüber tritt uns evangehschen Christen — und Sie gestatten hier einem evangehschen Pfarrer den Ausdruck seiner persönhchen Ueberzeugung in Bliek auf die Opfer des Alkohols alles andere zurück. Sowohl das Gelübde der Abstinenz: sie tut uns in unserer Blaukreuzarbeit doch schliesslich nur Vorhofsdienste, Johannesdienste. Die Alkoholgebundenen sollen aus dem Vorhof ins Heilige und Allerheiligste, von dem Vorlaufer Johannes zu Jesus geführt werden. Als auch diese und jene einzelne kirchliche Pflicht und Vorschrift, die wir etwa dem einzelnen oder der Gemeinschaft- nahe legen. Gilt es Trinker zu retten, gilt es die Jugend vor dem Alkoholzubewahren,

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