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gilt es weitere Kreise zum Kampf aufzurufen —- im letzten Grunde gilt es immer, die Herzen zu erobern für die grossen Ideale der christlich-evangelischen Weltanschauung oder für die Liebe Dessen, der sich für uns zu Tode geliebt und der einer in Sünden verlorenen Welt durch sein Sterben das Leben geschenkt hat; es gilt, die Welt mit den wunderbaren Kraften der erlösenden Liebe Gottes zu erfüllen. „Die Liebe Christi dringet uns also".

8. Je innerlicher und nachdrücklicher religiöse Arbeit g e 1 e i s t e t , u n d je weitherziger ihre Berechtigung und Eigenart auch von anders Gesinnten oder I ntere s s i erten anerkannt wird, um so freudiger werden oder sollten auch die religiös, kirchlich, konf essionell Zusammengeschlossenen eb en jenen zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben, zur Erreichung gemeinsamer Ziele die Hand r e i c h e n .

Wir bitten um Weitherzigkeit. Mag Heutzutage die Religion vielfach als Stiefkind behandelt werden, als quantité négligeable: sie ist noch da. Und unser Herrgott wird schon dafür sorgen, dass sie nicht untergeht und dass die nicht aussterben, die in ihr die Kraft und die Freude, die Reinheit und den Trost ihres Lebens finden.

Wir wollen aber auch weitherzig sein, wir religiös Fundamentierten. Und so gewiss es eine enge und strenge Frömmigkeit giebt, die bei grossen allgemeinen Aufgaben leicht versagt — wir erwahnten sie schon bei Leitsatz 4 —, so gewiss gibt es doch auch weite Kreise gerade in unserer evangehschen Kirche (und ich denke dabei vor allem an das s.g. „kirchliche" Blaue Kreuz bei uns in Deutschland), denen ihr Glaube das Herz weit und den Bliek frei gemacht hat, die auch „modernen" Fragestellungen nicht aus dem Wege gehen, ja denen gradezu ein Stück der Grosse ihres Gottes darin besteht, dass er mancherlei Diener und Kostganger hat und dass er seinen Kindern mancherlei Aufgaben, auch nicht-religiöser Art gestellt hat; und es ist ihnen eine Pflicht und Freude, Schulter an Schulter auch mit sonst anders Gerichteten an deren Lösung zu arbeiten.

Besser kann ich zusammenfassend nicht schliessen als mit dem Losungsworte jenes Kirchenvaters: „In necessariis unitas, in

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