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dubiis libertas, in omnibus caritas!" In notwendigen Dingen Einigkeit, in zweifelhaften Freiheit, in allen die Liebe!

Prasident Pastor Dalhoff: Wir danken auch Herrn Josephson für sein Referat. Das Wort hat jetzt Herr Pater Syring für seinen Vortrag über:

Die Bedeutung der kirchlich-konfessionellen Nüchternheitsvereine.

Pater Syring, (Heidhausen, Ruhr):

Hochansehnliche Versammlung!

Eine doppelte Aufgabe haben sich im allgemeinen die Nüchternheitsvereine gestellt. Sie wollen den Opfern des Alkohols helfend beispringen, sie dem Unglück, in dem sie sich befinden, entreissen und ihnen behülflich sein, Sieger über sich selbst zu werden. Werden die Vereine durch Mitleid zur rettenden Arbeit angetrieben, so kennen sie doch eine noch verstandnisvollere und edlere Sorge: sie wollen sich des Menschen annehmen, bevor er das Unglück gekostet; den Gefahrdeten vor dem Unglück bewahren, erscheint ihm höher und wertvoller, als den Gefallenen aufzurichten. ,

Der Trinker wird zu einem Halt auf dem Wege seinesVerderbens veranlasst, man lasst ihn schauen das Elend, in dem er sich befindet. Da seufzt er schmerzvoll auf: „Wohin bist du schon gekommen und wohin wird dich dein Weg noch führen?" Und man weist ihn hin auf das rettende Eiland, das da ist die Abstinenz. Ein neues Leben mit vielleicht neuem, ungeahntem Glück tut sich vor ihm auf. Ach ware er erst dort! Den noch Gesunden führen wir an den Rand des Alkoholabgrundes und lassen ihn einen Bliek hineintun zu stiller Betrachtung. Ein „Gott wolle mich davor bewahren" entringt sich seiner Brust, und mit Abscheu wendet er sein Auge ab.

Die Einwirkung auf den Verstand, die intellektuelle Aufklarung, ist geschehen. Ist damit aber der Trinker nun schon dem Verderben entrissen, der Gesunde davor bewahrt? Schon hören wir Stimmen fragend rufen: Wohl sehe ich das Elend, in dem ich mich befinde, das Unglück, das mir droht, den Segen, der in der Abstinenz mir winkt; allein wer hilft mir, gibt

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