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meine Seele gefüllet, so weiss ich doch ganz genau, dass auch die sogenannten Neutralen eine Ueberzeugung haben, eine Weltanschauung, einen Glauben, durch den sie sich getrieben und getragen fühlen. Ob das nun Reich Gottes oder Zukunftsstaat genannt wird; ob das nun eine religiöse oder eine soziale und politische Ueberzeugung ist; ob wir nun allen glauben, dass was uns die Herzen erwarmt und das Leben lebenswert macht, starker, über die Massen viel starker sei, als was die Andere rühmen . . . so sollten wir doch keinenfalls glauben, die Einen hatten ïhre v heilige Ueberzeugungs- und starke Triebkraft, die Anderen

hatten gar keine.

Neutral heisst nicht: oberhalb der Ueberzeugungen; es heisst

auch nicht: leer.

Wenn wir uns dies vergegenwartigen, finden wir sofort die Antwort auf die Frage: „konfessionell oder neutral organisieren?" Wir sollten uns allen konfessionell organisieren, uns zusammentun mit denj enigen, mit denen wir uns in unserem Heiligst en und Höchsten eins wissen; dann können wir am starksten werden. Abei wir sollten nicht in unsrem eigenen Kreise immer verweilen. Uns im Gegenteil auch erinnern, dass es mehrere Kreise gibt, die denselben Kampf gegen den Alkoholismus führen. Und dann sollten wir suchen, * wo immer wir praktisch zusammen arbeiten können. Es gibt mehrere Gebiete dafür: Gesetzgebung, Statistik, u.s.w. Ob auch die Trinkerheilanstalten dazu gehören, wieHerr Professor Gonser meinte, möchte ich allerdings bezweifeln. Abei das nahere Wie und Was und Wo ist mir augenblicklich Nebensache. Genug, wenn wir nur von ganzem Herzen das zusammenarbeiten suchen überall wo es sich als möglich erweisen wild, wenn wir das nur suchen, nachdem wir uns auf eignem Terrain zusammengetan haben und dadurch einander gestarkt, wodurch wir zugleich als Mitkampfer gegen den gemeinsamen Feind auch

wertvoller geworden sind.

Zweifelsohne —-wie wir das in Holland in denletzten Jahren erfahren — kampfen wir dann immer energischer und zugleich

immer erfolgreicher.

Denn die Ueberzeugungen sind nicht beleidigt, herabgesetzt, bei Seite geschoben worden, aber sie arbeiten tüchtig und sie rüsten zur Arbeit.

Dr. Med. Ferrari, (Mailand): Je sens le devoir, après mes

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