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Für Sanatorien und Asyle gel ten im allgemeinen dieselben Grundsatze.

Der Trunksüchtige muss zuallererst seiner neuen Umgebung angepasst werden, ehe er allmahlich, planmassig, mit grösster Umsicht für das gesellschaftliche Leben geeignet gemacht wird.

Jeder Pflegling werde anlasslich seiner Aufnahme in der dazu bestimmten Observationsabteilung einer gewissenhaften und gründlichen Untersuchung unterzogen, damit man dessen Persönlichkeit kennen lerne, sowie einen Plan hinsichtlich seiner Behandlung festsetzen könne. Jeder Pflegling werde in die Umgebung, die für ihn am geeignetsten erachtet wird, zu einer bestimmten Gruppe gebracht. Diese Gruppe sei, ebenso wie das Sanatorium selber, nicht zu gross, damit die Persönlichkeit eines jeden nach Gebühr berücksichtigt werden könne und die individuelle Behandlung zu ihrem Rechte gelange.

Eine hinreichende Menge geschulten und erfahrenen Personals ist notwendig. Mit fester doch milder Hand werde der Pflegling geleitet, an Regel, Ordnung und Zucht gewöhnt, ihm Arbeit übertragen und Arbeitsgewohnheiten beigebracht, damit das Bewusstsein in ihm lebendig werde, dass Pflichten auf ihm ruhen und er in den Besitz von Kraften gelange, die in nutzbringender Weise angewendet werden können.

Verschiedenartigkeit der Arbeit sei eine erste Forderung; neben landwirtschaftlichen Arbeiten muss Gelegenheit vorhanden sein verschiedene Gewerbe zu betreiben. Für den nötigen Fortbildungs- und Erganzungsunterricht werde Sorge getragen.

Von nicht zu unterschatzendem Werte sind die Alkohol-Kurse welche der Anstaltsdirektor vor den Pfleglingen abhalt; dieselben wirken in sozial-padagogischer Hinsicht settr günstig und starken das Band zwischen dem Vorsteher der Anstalt und den Pfleglingen.

Als allgemeine Regel gelte, dass einem jeden Pfleglinge dasjenige Mass der Freiheit gewahrt werde, welches sein Zustand zulasst; gerade für die Trunksüchtigen ist solches von grosser Bedeutung. Von einer Rückkehr in die Gemeinschaft darf nicht eher die Rede sein, als bis die nötige Sicherheit vorhanden ist, dass ein Rückfall nicht wieder eintrete. Für den geheilten Trunksüchtigen bilden eine geeignete Umgebung und ein angemessener Arbeitskreis die allerersten Bedingungen. Dabei darf es in keiner Weise an der nötigen Aufsicht und Leitung fehlen.

Die grösste Vorsicht muss beobachtet werden. Erst dann, wenn

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