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dankbar die warmen vaterlichen Worte des Herrn Howard gehort haben, so waren auch die Ausführungen über den Hausfleiss für uns vom grössten Interessen. Gestatten Sie mir mit einem kurzen W ort darauf zuriick zu kommen, obgleich es gegen die Geschaftsordnung ist. Ich habe erwartet dass der Ehrwürdige Vertreter Schwedens, Bischof von Schéele, bei der Gelegenheit uns etwas von dem berichten würde, was Schweden auf dem Gebiete der Handfei tigkeit leistet.Da erausBescheidenheit geschwiegen hat, gestatten Sie mir jetzt nur schlicht und kurz zu sagen dass Schweden für uns das klassische Land des Hausfleisses ist. Ich halte es für erwünscht dass dies in unseren Verhandlungen ausgesprochen wird.

Zum Thema der VVohnungsreform habe ich mich gemeldet, ich möchte bei dieser Gelegenheit hier bezeugen, wie viel wir deutschen Anti-Alkoholiker direkt und indirekt der staatlichen Versicherung, den Alters- und Invaliditatsversicherungsanstalten verdanken. Direkt — sofern diese Anstalten den Antialkoholischen Vereinen Geldbeitrage und Beihilfen für ihre Wohlfahrtseinrichtungen gewahren, — indirekt: indem sie die wirtschaftliche Lage der ganzen minderbemittelten Bevölkerung heben, und indem sie für mancherlei gemeinnützige Einrichtungen Darlehen zu billigem Zinsfuss hergeben — das gilt vor allem für das gemeinnützige W obnungswesen. Ich kann in diesem Augenblick nicht die Zahlen fur das deutsche Reich bieten, aber ich kenne sie von SchleswigHolstein. \\ ir haben 38 gemeinnützige Bauvereine in dieser Provinz, davon haben 31 Darlehen zu billigem Zinsfuss von der Landesversicherungsanstalt erhalten; fast */4 des Vermogens der Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holsteins ist so für Wohnungspflege festgelegt. Ausserdem sind noch nicht unbetrachtliche Mittel für Landarbeiterwohnungen hergegeben.

Meine Damen und Herren! Ich weiss, dass gegenwartig inver"chiedenen Landern über staatliche Versicherung verhandelt wird. Deutschland hat ein gutes Vorbild gegeben: Es ist mein herzlicher Wunsch, dass die staatliche Versicherung immer mehr aufhöre, eine Eigentümlichkeit Deutschlands zu sein, und immer mehr Eigentum der ganzen Kulturwelt werde. Das wird zum Besten der Antialkoholischen Arbeit, zum Besten der Wohnungsreform, ' zum Besten der Wohlfahrt der Menschheit dienen.

Bischof von Schéele, (Stockholm): Auf diese Aufforderung

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