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Kuyper-gedenkboek 1907

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\7ossische Zeitung.

Gestern feierte Dr. Abraham Kuyper seinen siebzigsten Geburtstag, und man darf sagen, dass man hierzulande die hervorragenden Manner, denen schon zu Lebzeiten solche Huldigungen dargebracht worden sind, an den Fingern einer Hand aufzahlen kann. Freilich sind es in erster Linie seine Anhanger und Gesinnungsgenossen gewesen, die aus allen Teilen des Landes herbeigeströmt waren, um den „eminenten Staatsmann, Christen und Führer zu feiern, aber auch aus andern, ihm politisch fernstehenden Kreisen sind ihm viele Beweise der Sympathie zu teil geworden. Wenn ein einfacher Landpfarrer sich innerhalb weniger Jahre, nachdem er sein Amt angetreten hat, zum anerkannten Oberhaupt und Führer einer Partei aufschwingt und ihr, die vorher keine politische Bedeutung hatte und wegen ihrer offen ausgesprochenen kirchlichen Tendenzen Gegenstand des Spottes und der Satire war, über alle Schwierigkeiten hinweghilft und nach der Arbeit durch ein unerhörtes Kunststück, wie es das Bündnis des Kalvinismus mit dem Syllabus ist, zum Siege führt, dann wird auch der Gegner zugeben. dasz man es mit einer auszerordentlichen Erscheinung zu tun hat. Nachdem Dr. Kuyper einige Jahre als Seelsorger in einer kleinen reformirten Gemeinde gewirkt hatte, übernahm er die Redaktion des „Standaard , des neugeschaffenen Organs der antirevolutionaren Partei, deren geistiger Vater bekanntlich Groen van Prinsterer war, der sich aber auch im praktischen Leben auf seinen Wahlspruch: „In unserer Isolierung liegt unsere Kraft', also auf eine Art politischen Quietismus beschrankt hatte. Durch seine originelle, kurze, packende, mit ein paar Worten jedesmal den Nagel auf den Kopf treffende Sprache gelang es Kuyper, für die anti-revolutionare Sache in stets weiteren Kreisen, namentlich unter den unteren