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Kuyper-gedenkboek 1907

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Klassen, Propaganda zu machen, und bereits nach zehnjahriger Tatigkeit war die anti-revolutionare Gruppe ein Teil der Volksvertretung, mit dem gerechnet werden muszte. Die Hauptspitze seiner Polemik richtete sich gegen die konfes'sionslose Schule, wobei er auf die Unterstützung der Ultramoütanen rechnen konnte. Dies war dann der Anknüpfungspunkt zu einem Biindnis mit dem ihm im Grande der Seele verhaszten Gegner, und da dieser in Dr. Schaepman einen ebenso gewandten wie weitblickenden Führer hatte, kam die Waffenbrüderschaft zu stande, die schieszlich zur Besitzergreifung der Gewalt führte. Leicht war diese Arbeit nicht. Wenn man weisz, wie der starre, unbeugsame Kalvinist in der römisch-katholischen Kirche nur die Verkörperung des Antichrists sieht und wie namentlich der gemeine Mann sich dagegen straubte, Arm in Arm mit den Bekennern der Kirche zu gehen, die einst die Scheiterhaufen der Inquisition angezündet hat, so begreift man, dasz es geradezu übermenschlicher Anstrengungen bedurft hat, über eine so tiefe Kluft eine Brücke zu schlagen. Aber das scheinbarUnmögliche kam zu stande, ein Sitz urn den andern in der Volksvertretung wurde von der Koalition, „dem Monsterverbond", wie er von den Liberalen genannt wurde, erobert, und Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts stand bereits ein anti-revolutionares Kabinett, im dem zwei Katholiken saszen, an der Spitze der Regierung. Vorher schon war, hauptsachlich durch Kuypers Eifer, die freie kalvinistische Universitat in Amsterdam gestiftet worden, wozu im Verlauf weiterer jahre noch ein kalvinistisches Gymnasium kam. Dasz eine solche zum Herrschen angelegtë Natur auch vor Gewaltstreichen nicht zurückscheute, bewies der im Jahre 1885 in Szene gesetzte „Kirchenputsch", wo sich Anhanger Kuypers mit Gewalt in den Besitz der Kirche auf dem Dam setzten und sie erst spater wieder herausgaben. Ebenso versteht es sich, dasz er widerspenstige Parteigenossen ohne