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Umstande unschadlich machte, was sein Kollege von der frèien Universitat, Jonkheer de Savornin Lohman an seinem eigenen Leibe erfahren hat, der, weil sein Unterricht ,nicht mehr auf reformierter Grundlage'' beruhte — Lohman war Jurist und lehrte juristische Facher! — kurzweg seiner Professur verlustig erklart wurde. Der Leistungen Kuypers als Ministerprasident ist an dieser Stelle wiederholt und eingehend gedacht worden. Es sei nur daran erinnert, dasz er die Novelle zum Volksschulgesetz geschaffen hat, durch die der Lebensnerv der konfessionslosen Schule durchschnitten wurde, und dasz unter ihm ein Maszigkeitsgesetz zu stande kam. das selbst bei seinen katholischen Bundesgenossen viel Unzufriedenheit hervorgerufen hat. Dagegen hat er sich durch Verbesserung des technischen Fachunterrichts ein bleibendes Verdienst erworben, und die Erhebung der polytechnischen Schule in Delft zu einer technischen Hochschule, sowie ihre Ausstattung mit allen von der modernen Wissenschaft geforderten Anstalten und Einrichtungen sichert ihm in den Kreisen der Vertreter der exakten Wissenschaften ein dauerndes Andenken. Weniger glücklich war sein Auftreten in der auszeren Politik. Er hatte einen notorischen Schwachkopf als Minister des Aüszern in sein Kabinett aufgenommen, über den hinweg er eine Zeitlang selbst hohe Politik trieb. Die letzten Wahlen zur Zweiten Kammer führten seinen Sturz herbei, er trat ins Privatleben zurück, machte grosze Reisen. die er in einem umfangreichen, soeben erschienenen Werke beschrieben hat, wartet aber der Dinge, die die nachsten Wahlen zur Volksvertretung bringen werden. Denn ausgeschlossen ist es keineswegs, dasz die Herrschaft wieder den Klerikalen zufallt, und dann ist Dr. Kuyper jedenfalls wieder der Mann der Lage. Doch kann der Zankapfel, den er in die Mitte des Volks durch die bekannte, die niederlandische Nation in Christen und Heiden teilende Antithese geworfen hat,

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