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Komplex verschiedenartiger Zeremonien, welche durch ein mythisches Band, hier die Sage von Demeter und Kore, zusammengehalten wurden. Von den Wirkungen der eleusinischen Weihen sind bei den alten Schriftstellern und Gewahrsmannern glanzende Zeugnisse zu finden: man glaubte sie seien "zur Erziehung und Besserung des Lebens eingesetzt"') und sie gaben Ursache "nicht nur mit Freuden zu leben, sondern auch mit besserer Hoffnung zu sterben."2) Die Verheissung eines seligen Fortlebens nach dem Tode war insbesondere den eleusinischen Mysterien eigen, wie es schon V. 480—482 des oben erwahnten Demeterhymnus:

Selig, wer diese geschaut hat der erdebewohnenden Menschen!

Wer an den Handlungen aber, den heiligen, nicht sich beteiligt,

Ungleiches Loos hat er auch in des Todes umnebelnden Dunkel!

und am herrlichsten die Schlussverse einer eleusinischen Grabschrift aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert bezeugen:

Walirlich, ein schönes Geheimnis verkünden die seligen Götter!

Sterblichen nicht ist ein Fluch, sondern ein Segen der Tod!3)

Aber wie diese Seligkeitshoffnung den Mysten eingeflösst und was in der Myese, was in der Epoptie offenbart wurde, darüber können wir, bei den in dieser Hinsicht sparlichen und keineswegs immer vertrauenswiirdigen Nachrichten nur unsichere Vermutungen aufstellen, wahrend uns über die Priesterschaft, die Vorbereitungszeremonien und die Lokalitaten (also über dasjenige, was uns erst an zweiter Stelle interessiert) ein reichlicheres und besseres, wenn auch gleichfalls lückenhaftes, Material zu Gebote steht.4).

1) Arrian. Epikt. Abhandl. III, 21, 15.

2) Cicero, Über die Gesetze, II, 14. Eine gleiclie Ausserung auch bei Isokrates, Paneg. 28 und Anderen. Die Stellen bei Lob eek, Aglaophamus, I, S. 69 flgg.

3) Ephem. arch. 1883 S. 81 flg.

4) Vgl. hierüber vorziiglich A. M o m m s e n, Feste der Stadt Athen S. 204—277 und Foucart, Les grands Myst. d'El. Personnel-cércmonies (1900) Extrait des Mém. Acad. Insc. B.—L. t. XXXVII.

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