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geschickt, um am folgenden Tage, zu grösserer Sicherheit, den Zug der Hiera zu begleiten. Am 15. begann das eigentliche Fest mit dem Agyrmos (Zusammenlauf) der Mysten und der Prorrese (Verbot)1) die jedem, der "von Handen unrein" und von "unverstandlicher Zunge" war, die Teilnahme untersagte: sonst konnten selbst Kinder und Sklaven eingeweiht werden. Am 16. eilten die Mysten zum Meere (daher dieser Tag: Halade Mustai, d. h. "Zum Meere, ihr Mysten!" hiess) um sich jeder mit seinem Opferferkel zu reinigen, worauf wohl am selben Tage das grosse Opfer stattfand.2) Den 17. oder 18. wurden die "Epidaurien"3) zu Ehren des Gottes Asklepios aus Epidauros, dessen Kült seit 421 in Athen eine Filiale hatte, gefeiert: an ihnen wurde zugleich den Spatangekommenen die Gelegenheit zum Zutritt sowie zur Erfüllung der Anfangszeremonien gegeben. Am 19., dem feierlichsten Tage des öffentlichen Festes, wurden die Hiera in langer und langsamer Prozession (man spricht von zehntausenden Teilnehmern!) den "heiligen Weg" entlang nach Eleusis zurückgebracht. Voran im Zuge ging das Bild des Iakchos, eines Gottes, der seinen Ursprung dem bei dieser Gelegenheit üblichen Ausrufe "Iakche!" verdanken mochte,4) jedenfalls aber schon im fiinften Jahrhundert v. Chr. mit Dionysos identifiziert wurde.5) Abends beim Anbruch des 20. Boëdromion (nach griechischer Auf-

1) Momrasen, Feste der St. Athen S. 215 flg. setzt die Prorrese an den 16. Boëdromion, aber vgl. dagegen Foucart, Gr. Myst. d'Él. S. 107—III.

2) Foucart, Gr. Myst. d'Él. S. 114 flg.

3) Foucart, Gr. Myst. d'Él. S. 115—121 und Schoemann-Lipsius, Gr. Altertümer* II (1902) S. 395 halten den 17. für wahrscheinlicher, Fairbanks "On the festival Epid. at Athens" in Class. Rev. XIV (1900) S. 425 den 18. Momrasen, Fest d. St. Athen S. 219 nimmt den 17. und 18., ja sogar auch den 16. für die Epidaurien in Anspruch.

4) Vgl. u. A. Harrison, Proleg. S. 414.

5) Vgl. Höfer u. d. W. Iakchos in Rosch. Lex. d. Myth. II Sp. 4 u. Harrison, Proleg. S. 544 flg.

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