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treffs der heiligen Heirat ist ausser den höchst undeutlichen Anspielungen hellenistischer Autoren das Zeugnis des Bischofs Asterius1) ausschlaggebend : "Ist dort (in Eleusis) nicht der finstere Niedersteig (Katabasion)2) und das feierliche Zusammensein des Hierophanten und der Priesterin, zwischen ihm und ihr allein; werden nicht die Fackeln ausgelöscht und halt nicht die unzahlbare Menge für ihr Heil, was in der Finsternis von den Beiden vollzogen wird?" Jene Priesterin war gewiss die obenerwahnte der Demeter; welche mystische Heirat hier gemeint ist, wissen wir nicht. Auch die Geburt eines heiligen Kindes ward in den Weihen verkündet. Nach einem schon oben zitierten christlichen Polemiker3) rief der Hierophant "welcher zur Nachtzeit in Eleusis unter vielem Feuer die grossen und nicht auszusprechenden Mysterien vollzieht, mit lautem Geschrei aus: „Einen heiligen Knaben, den Brimos, hat die erhabene Brimo geboren, d. i. die Starke den Starken".4) Naheres ist auch hieriiber unbekannt.s) Ferner wird etwas vorher0) noch gesagt, dass die Athener, "den an der Epoptie Be-

1) In seiner etwa 390 verfassten "Lobrede auf die hl. Martyrer" S. 193c Ed. Combefis (1648).

2) Svoronos glaubt dieses Katabasion in einer Krypte an der Hinterseite des Plutotempels (s. o.) gefunden zu haben, Erklar. S. 336 (128)—339 (131). Dagegen Philios, Eleus. Stud. S. 33 flg., der es im Telesterion versetzt. Aber wenn Asterius in seiner fingierten Anrede an einen Hellenen ausruft: "Sind nicht das Höchste in deinem Kulte die eleusinischen Mysterien und macht nicht das attische Volk und ganz Hellas sich auf, um jenen eiteln Brauch zu vollziehen ? Ist dort nicht das geheime Katabasion ? u. s. w." so ist durchaus kein Grund, hierbei an das Weihgebaude zu denken, da ja auch die Geheimfeiern keineswegs nur zwischen Tempelmauern stattfanden.

3) Vgl. über diese Stelle vorzüglich G. R. S. M e a d, Thrice-Greatest Hermes. Studies in Hellenistic Theosophy and Gnosis. Vol I (1906) S. I78flgg.

4) Philosoph. S. 164 Ed. Dunck.

5) Svoronos versteht unter Brimos den Ploutos, Erklar. S. 391 (183) flg., Dieterich den Iakchos, Eine Mithraslit. S. 138. Brimo wird gewöhnlich für Demeter, von Harrison aber für die thessalische Kore gehalten, Proleg. S. 553.

6) Philosoph. S. 162 Ed. Dunck.

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