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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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eine gewisse Beeinflussung der griechischen Religion seitens der agyptischen ist nicht von vornherein auszuschliessen. ') Mit mehr Gewissheit können wir uns über den Einfluss des eleusinischen Kultes auf das Christentum aussern. Die griechisch-christliche Kirche war ja die Nachfolgerin der antiken griechischen Kulte 5) und musste speziell von Eleusis, der gefeiertsten Kultstatte des Hellenismus, vieles entlehnen.3) Dieses tritt nicht nur in Einzelheiten, sondern im ganzen Geprage des Kultes hervor. Die griechische Kirche ist eine mystagogische Anstalt und ihre als Wunder empfundenen Mysterien sind nur lebendig als Feiern.') Der kultische Vollzug des Messopfers nahert sich einer draniatischen Darstellung des Opfers Christi.5) Der Charakter des Geheimnisvollen wird so weit wie möglich beibehalten. So geschieht z. B. der eigentliche Akt der Darbrin-

"Les origines égyptien. d. Dion. Att. in Journ. d. Débats, Feuill. 28 Sept. '9°4i von J- Capart "Buil. crit. d. rel. d. 1'Égypte" in Rev. hist. rel. LI (1905) S. 255 flg., mit Einstimmung teilweise zitiert, verhalt sich sympathisch, Stengel in seiner Kritik von «L. cult. d. Dion. e. Att." in Berl. Phil. Woch. v. 1904, Sp. 1261—1271 ablehnend gegen Foucart's Aufstellungen. Gruppe, Gr. Myth. u. Rel. II S. 1570 Anm. 5) a. E. will die eleusinischen Weihen nicht direkt von dem Isiskult abgeleitet wissen.

1) Vgl. A. E. J. H o 1 w e r d a "Die Griechen" in Chantepie de la Saussaye, Lehrbuch der Religionsgeschichte.3 II (1905) S. 366 und Farnell, The cults o. t. Gr. st. III S. 141.

2) Svoronos Erklar. S. 327 (119).

3) Wenn A n r i c h, Das antike Myst. S. 235 (vgl. auch S. 162 u. 205) meint, dass "eine bewusste Aufnahme von Formen und Institutionen der Mysterienkulte kaum stattgefunden haben kann," weil der Kirche die antiken Mysterien zu allen Zeiten aufs tiefste verhasst gewesen, so ist dieser Schluss aus psychologischen Gründen keineswegs stichhaltig, denn man pflegt ja nur allzu oft dasjenige am meisten zu hassen, von dem man sich das meiste angeeignet. Dass übrigens die christliche Kirche jedenfalls in den spateren Zeiten mit Absicht "den weitesten Gebrauch von der Sprache und den Formen der heidnischen Mysterien" machte, hat schon Bonwetsch eingeraumt, Wesen u. Entst. d. Arcandisziplin S. 273 und wird auch mehr und mehr anerkannt.

4) Kattenbusch u. d. W. Oricntalische Kirche in Ilerzog, Realenc. f. prot. Theol.3 XIV S. 458 u. 465.

5) Loofs u. d. W. Abendmahl II in Herzog, Realenc. f. pr. Theol.'IS. 46.