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bige Tunika aus feinem Byssus gewebt, bald in weissem Glanze leuchtend, bald wie die Krokusblume safrangelb, bald in rosiger Röte flammend, und, was schon aus weiter Ferne meinen Bliek blendete, ein tiefschwarzer Mantel in dunkelm Glanze leuchtend, der, doppelt um sie geschlagen, unter dem rechten Arm hindurch zur linken Schulter zurückkehrte und, indem ein Teil des Gewandes einem Bausche der Toga') gleich niederhing, in mannigfachen Überwürfen bis zum aussersten Saume in geknüpften Fransen zierlich herabwallte. 4. Auf der Verbramung und auf der Mantelflache selbst flimmerten zerstreute Sterne und mitten unter ihnen hauchte der Vollmond flammende Gluten. Und wo auch die Wölbung jenes bestickten Mantels sie umfloss, daran hing in unzertrennlicher Verknüpfung ein aus lauter Blumen und lauter Früchten gewundener Kranz. In ihren Handen führte die Göttin himmelweit verschiedene Dinge. Denn in der Rechten trug sie eine eherne Klapper, durch deren schmales und wie ein Gürtel umgebogenes Blech einige Stabchen gezogen waren, die beim dreimaligen Schütteln des Armes einen klirrenden Ton gaben. Von der Linken aber hing ihr ein goldnes Trinkgeschirr herab, über dessen Handhabe an der Seite wo sie sichtbar war, eine Natter sich emporstreckte mit hocherhobnem Kopfe und stark geschwollenem Nacken. Ihre ambrosischen Füsse bedeckten Schuhe aus Blattern der Siegespalme geflochten.2) So schön und gewaltig und des glücklichen Arabiens Wohlgerüche atmend, würdigte sie mich ihrer göttlichen Anrede:

5. "Hier bin ich, durch dein Gebet, Lucius, gerührt, ich, Allmutter Natur, aller Elemente Beherrscherin, erstgeborenes

1) Oder "einem Schilde gleich." Diese ganze Stelle ist sehr schwierig zu versteheii, und der Unterzeichnete masst sich nicht an, den richtigen Sinn getroffen zu haben.

2) Vgl. Hildebrands Anmerkung zur Stelle, Apul. Opera omnia

1, s. 993.

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