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Das antike Mysterienwesen in religionsgeschichtlicher, ethnologischer und psychologischer Beleuchtung

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soll Lucius sich an ihn herandrangen und ihm, unter dem Scheine eines Handkusses, einige Rosen rauben, durch deren Genuss er sofort die Gestalt des garstigen und ihr langst verhassten Tieres') ablegen wird. Bei der Ausführung dieses Gebotes soll Lucius keine Schwierigkeit fürchten, denn in demselben Augenblicke, wo sie vor ihm steht, erscheint sie auch ihrem Hohepriester im Traume und gebietet ihm, wie er sich zu verhalten habe. Auch werden die Volksmassen dem Lucius Platz machen und Niemand wird ihm seine plötzliche Verwandlung boshafter Weise verunglimpfen. Nur soll er es wohl im Herzen bewahren, dass er der Göttin, durch deren Gnade er wieder unter die Menschen zurückkehrt, sein ganzes Leben schuldig ist. Glückselig wird er und ruhmvoll unter ihrem Schutze leben und auch nach vollendetem Lebenslaufe als Bcwohner der elysaeischen Gefilde sich ihrer Huid erfreuen.

Alsbald erwacht Lucius und eilt der Stadt zu. Begünstigt vom herrlichsten Frühlingswetter wird das frohe test gefeiert. Zuerst, zur Belustigung des Volkes, ein Maskenzug, sodann die eigentliche Procession der lieilbringenden Göttin.2)

9. "Frauen in weisser Hiille lichtglanzend, an mancherlei Last sich erfreuend, in Friihlingsbekranzung blühend, bestreuten aus ihrem Schosse den Weg, welchen der heilige Zug nahm, mit Blumen; andere führten auf dem Rücken schimmernde Spiegel, in denen sie der Göttin das Gefolge als ihr entgegenkommend zeigten; einige hattcn elfenbeinerne Kamme und ahmten mit Geberden der Arme und Beugungen der Finger den Schmuck und Kopfputz der

1) Der Esel war ein ihrem Todfeinde, dem Set (Typhon) wohlgefalliges Tier, vgl. Plularch "Ober Isis u. Osiris" 30 flg. u. Ilildebrand zur Stelle Apul. Opera omnia I S. 1003.

2) Vgl. über diesen Aufzug Lafaye, Hist. cult. div. d'Al. S. 121 124, eine genaue Übersetzung mit archaologischen Erlauterungen.