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Dienerschaft Einer mit gebardevollem Schritte trug. Von einem andern wurde die mystische Lade getragen, die in ihrem Innern die Geheimnisse der erhabenen Religion verbirgt. Ein anderer trug in seinem glückseligen Schosse der höchsten Gottheit ehrwürdiges Bildnis, weder einem Rinde noch einem Vogel noch einem wilden Tiere, und auch selbst einem Menschen nicht ahnlich, sondern der sinnreichen Erfindung und gerade der Neuheit wegen anbetungswürdig, ein unaussprechliches Sinnbild der höchsten und in tiefes Stillschweigen einzuhüllenden Religion, aber ungefahr auf diese Weise aus funkelndem Golde gebildet: eine höchst künstlich gehöhlte Urne mit rundem Boden, auswarts mit den wundersamen Bildzeichen der Agypter verziert. Ihre nicht eben hoch aufsteigende Mündung lief in eine ausgestreckte Röhre mit langer Rinne aus; an der anderen Seite aber hing eine in geraumiger Erweiterung ausweichende Handhabe, auf welcher in verschlungenem Knoten eine Natter sass, mit des schuppigen Nackens buntgestreifter Schwellung emporragend."

Da endlich naht mit seinem Rosenkranze der Hohepriester. Lucius schleicht sich an ihn heran, verzehrt die Rosen und wird alsbald entzaubert. Nun redet ihn der Hohepriester teilnahmsvoll mit folgenden, an christliche Denkweise gemahnenden Worten an:

15- "Nach so vielen und vielerlei überstandenen Miihen und von so grimmen Ungewittern und wilden Stürmen des Geschickes') getrieben, bist du, Lucius, endlich im Hafen der Ruhe, am Altar der Barmherzigkeit angelangt! Trotz deiner Herkunft, deines Standes, ja selbst trotz der Gelehrsamkeit wodurch du glanzest, bist du, auf der schlüpfrigen Bahn iippiger Jugend zu sklavischen Wohllüsten herabgesunken und hast den herben Lohn unseliger Neugierde

i) Fortuna.

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